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Viele BVB-Spieler betroffen – EM wird wegen Coronavirus verlegt

Borussia Dortmund

Die Verlegung der Fußball-Europameisterschaft im kommenden Sommer ist beschlossen. Bei Borussia Dortmund ist fast der halbe Kader von dieser Entscheidung betroffen.

Dortmund

, 17.03.2020, 10:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Für BVB-Stürmer Erling Haaland wird es wohl keine Playoffs geben.

Für BVB-Stürmer Erling Haaland wird es wohl keine Playoffs geben. © Kirchner-Media

Christian Seifert, der Chef der Deutschen Fußball Liga (DFL), sprach am Montag davon, dass die Wahrscheinlichkeit für die geplante Fußball-Europameisterschaft in zwölf Ländern (12. Juni bis 12. Juli) wegen des sich ausbreitenden Coronavirus eine „Null vor dem Komma“ trage. Mittlerweile ist klar: Die EM wird verlegt.

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Borussia Dortmund betrifft diese Entscheidung in besonderem Maße. Nachdem der Weltverband Fifa bereits die Abstellungspflicht für ursprünglich angesetzte Länderspiele im März und April aufgehoben hat, wird der BVB also wohl auch im kommenden Sommer keine Nationalspieler zu ihren Nationalmannschaften entsenden müssen.


Mindestens zehn Spieler aus dem Dortmunder Kader hatten ursprünglich fest mit einer EM-Teilnahme im kommenden Sommer gerechnet. Marco Reus, Julian Brandt, Emre Can und auch Nico Schulz zählen zum festen Kreis der deutschen Nationalmannschaft. Jadon Sancho wäre sicher für England dabei gewesen, Axel Witsel und Thorgan Hazard wären für Belgien nominiert worden. Thomas Delaney wäre im dänischen Mittelfeld fest eingeplant gewesen, Manuel Akanji in der Schweizer Defensive, Raphael Guerreio auf der linken Abwehrseite der Portugiesen.

BVB-Stürmer Haaland hofft eigentlich noch auf EM-Quali

Darüber hinaus hofft Norwegen um BVB-Neuzugang Erling Haaland noch auf die Qualifikation für die Europameisterschaft in den Playoffs, die ebenfalls erst einmal auf Eis gelegt sind. Eher geringe Außenseiterchancen auf die EM-Teilnahme hätten darüber hinaus Mats Hummels (Deutschland), Roman Bürki und Marwin Hitz (beide Schweiz) sowie Dan-Axel Zagadou (Frankreich) gehabt.

Der BVB wird seinen Kader also bis zum Ende der Saison, wann auch immer das sein wird, in Dortmund behalten können. Die Bundesliga ruht wegen der Coronavirus-Epidemie offiziell erst einmal bis zum 2. April, vermutlich aber noch länger. Borussia Dortmunds Trainer Lucien Favre wird in dieser Zeit eine große Trainingsgruppe bei Laune, Fitness und vor allem bei Gesundheit halten müssen. Wann und ob es noch einmal weitergeht in der Bundesliga, ist unklar.

DFL will die Bundesliga zu Ende spielen

Das klare Ziel der DFL ist es allerdings, die Liga irgendwie zu Ende zu spielen, um den wirtschaftlichen Schaden für die Klubs so gering wie möglich zu halten. Geisterspiele seien dabei die „einzige Überlebenschance“ vieler Klubs, sagte Seifert am Montag.

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