Viele Versicherungen lehnen Edel-Kicker ab

Verletzte Profis

DORTMUND Borussia Dortmunds Sebastian Kehl (29) hat in dieser Saison noch kein Pflichtspiel bestritten. Aufgrund einer Leisten-Operation wird er mindestens bis Februar 2010 ausfallen. Sein Arbeitgeber hadert mit der Situation – und spart viel Geld.

von Von Sascha Fligge

, 04.11.2009, 12:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sebastian Kehl muss weiter pausieren.

Sebastian Kehl muss weiter pausieren.

Um auch im Fall der Arbeitsunfähigkeit über das gewohnte Einkommen verfügen zu können, absolvieren viele Profis längst einen bürokratischen Untersuchungs-Marathon und schließen Verträge im Ausland ab. Florian Kringe (Hertha BSC) sagt: „Ich habe mich in England zusatzversichert. Was die Kosten angeht, wird einem echt schlecht. Aber jetzt bin ich langzeitverletzt und froh, dass ich es gemacht habe!“ Die Profi-Klubs hierzulande beteiligen sich übrigens nur selten am Finanzausfall eines Verletzten. „In ausländischen Top-Ligen hingegen“, sagt BVB-Sportdirektor Michael Zorc, „zahlen Vereine das Gehalt im Arbeitsunfähigkeits-Fall meist weiter.“ Ein Pfund, mit dem Engländer, Spanier und Italiener wuchern.

Zorc hätte lieber einen gesunden Kehl als eine Sparmaßnahme auf zwei Beinen. Mit Blick auf das Pokal-Aus in Osnabrück (2:3) raunzt er: „Wir sparen durch Kehls Ausfall längst nicht so viel, wie wir durch ein Viertelfinale gegen Schalke eingenommen hätten

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