Virtuelle Asientour: Auch BVB-Fans in der Heimat sollen profitieren

rnBorussia Dortmund

Bereits Anfang März fiel die Asientour des BVB der Corona-Pandemie zum Opfer. Die virtuelle Alternative entpuppt sich als Erfolg - und soll Vorbild für weitere Aktionen in der Heimat sein.

Dortmund

, 26.08.2020, 17:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn der BVB ein Trikot produziert, das die Profis nur ein einziges Mal für eineinhalb Stunden tragen, dann muss es sich um einen wichtigen Anlass handeln. Die „Virtual Asia Tour“ war solch ein Anlass. In den vergangenen sieben Tagen hat Borussia Dortmund nach wochenlanger Vorbereitung mit den Partnerbüros in Singapur und Shanghai dazu etliche Aktionen auf die Beine gestellt, um den Fans in China und Südostasien möglichst nahe zu sein. Aufgrund der Corona-Pandemie hatte der Klub seine mit der Profimannschaft geplante Asientour absagen müssen - und setzte stattdessen auf die digitale Karte.

BVB-Profis präsentieren sich in einem besonderen Trikot

Ein Training des BVB in Dortmund wurde live nach Asien gestreamt, eine chinesische Co-Kommentatorin begleitete vom Trainingsplatz in Brackel aus die Übertragung. Um dem besonders auf dem chinesischen Markt aktiven Partner Duisburger Hafen eine Plattform zu bieten, trainierten die BVB-Profis extra in einem Trikot, das das „Duisport“-Logo auf dem Ärmel aufwies. Liveschalten mit den BVB-Legenden Dede und Karl-Heinz Riedle zu Fans in Thailand oder Vietnam und Aktionen von BVB-Sponsoren vor Ort zählten ebenso zum Tour-Programm im Netz wie das Einbinden der Evonik Fußballakademie.

Ein schwarzgelb lackierter Bus mit Fotos von Mats Hummels und Julian Brandt am Heck fuhr durch Shanghai und überraschte Borussen-Fans.

Ein schwarzgelb lackierter Bus mit Fotos von Mats Hummels und Julian Brandt am Heck fuhr durch Shanghai und überraschte Borussen-Fans.

Ein Höhepunkt: Ein schwarzgelb lackierter Bus mit Fotos von Mats Hummels und Julian Brandt am Heck fuhr durch Shanghai und überraschte Borussen-Fans mit einem exklusiven Transport zur Arbeit oder zu BVB-Aktionen in der Metropole. „Da waren schon ein paar coole Ideen dabei“, resümiert BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten. „Eine virtuelle Tour kann natürlich den persönlichen Kontakt niemals ersetzen, aber dank dieser besonderen Reaktion auf die Corona-Situation haben wir viel positives Feedback erhalten.“

Fünf Millionen Fans verfolgen das BVB-Training live

Die Resonanz der asiatischen BVB-Fans sei „gewaltig“ gewesen, allein das Livetraining habe fünf Millionen Zuschauer erreicht. Auch die live nach Asien gestreamten Testspiele der Borussen beim Turnier in Duisburg erreichten ähnlich hohe Quoten. Die erste virtuelle Tour habe das Potenzial derartiger Konzepte aufgezeigt, erklärte Cramer. Potenzial, die Marke Borussia Dortmund global zu stärken und so Fans in aller Herren Länder mit einem passend zugeschnittenen Programm zu besuchen. „Ich bin froh, dass wir es gemacht haben. Mein Dank gilt unserem Team, das das unter maximaler Belastung und bei engem Budget gestemmt hat“, so Cramer. Schließlich gilt in der Corona-Zeit auch hier der vom Klub ausgerufene Sparkurs.

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Wertvoll werden könnten die Erfahrungen der „Virtual Asia Tour“ für den BVB bald auch in der Heimat. Denn auch die Fans in Dortmund und der Region können aufgrund der Corona-Einschränkungen ihren Stars nicht nahe sein, sie sind seit Monaten weder zu Spielen noch zum Training zugelassen. „Wir wollen auch vor Ort unseren Fans virtuell Nähe bieten, vielleicht können wir dafür Elemente aus der Asia Tour adaptieren“, meint Cramer. Eine Fan-Delegiertentagung per Videochat sei bereits anberaumt, zudem stehe der Klub im steten Austausch mit dem Fanrat, um auszuloten, was möglich und von den BVB-Anhängern gewünscht sei.

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