Anzeige


Vor BVB gegen PSG freut sich Axel Witsel auf Neymar: „Sehr schöne Erinnerungen“

Champions League

Das Achtelfinale zwischen dem BVB und PSG verspricht ein Spektakel. Bei aller Achtung für Neymar: Ein Borusse weiß, wie man den Superstar entzaubert.

Dortmund

, 17.02.2020, 14:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Stratege Axel Witsel freut sich auf die Begegnung mit PSG-Star Neymar.

BVB-Stratege Axel Witsel freut sich auf die Begegnung mit PSG-Star Neymar. © picture alliance/dpa

Sofort knipst Axel Witsel das Lächeln an, für den gedanklichen Rückblick benötigt er keine Sekunden auf der Pressekonferenz des BVB. Er habe natürlich „sehr schöne Erinnerungen“ an seine letzte Begegnung mit Neymar, sagt Borussia Dortmunds Mittelfeldspieler. Schließlich kickte er die Brasilianer bei der WM 2018 aus dem Turnier, 2:1 endete das Viertelfinale für Belgien. Damals gelang, was auch am Dienstag mit entscheiden könnte: „Wir müssen natürlich auf Neymar aufpassen.“

Axel Witsel bei BVB-PK: „Wir müssen sehr kompakt sein“

In jenem Spiel bei der Weltmeisterschaft in Russland raubten die Belgier den favorisierten Brasilianern um Superstar Neymar die Nerven. Und den Sieg. Witsels Ableitung daraus: „Wir müssen sehr kompakt sein und vor allem gemeinsam verteidigen und richtig stark spielen.“

So, wie am Freitagabend beim souveränen 4:0 gegen Eintracht Frankfurt in der Bundesliga. „Da haben wir aggressiver gespielt. Wenn wir den Ball mal verlieren, müssen wir ihn sofort zurückholen und wieder nach vorne spielen“, sagte Witsel im Rahmen der Pressekonferenz des BVB im Vorfeld der Partie gegen PSG.

PSG ist nicht SGE - Borussia Dortmund trifft auf Offensivmonster

Aber Paris ist nicht Frankfurt. Gegen die womöglich stärkste Offensive im europäischen Klubfußball gilt allerhöchste Aufmerksamkeit in jedem Moment. „Wir dürfen Paris nicht viel Raum lassen. Das muss ein Schlüssel sein“, betont Witsel.

Gleichzeitig will sich der BVB nicht klein machen und ist bestrebt, auch die eigenen Qualitäten durchzusetzen. „Das Beispiel kann unser Spiel gegen Barcelona sein – aber mit Toren von uns“, sagt Witsel. Beim 0:0 in der Vorrunde dominierten die Borussen das spanische Starensemble und hätten den Sieg verdient gehabt. Eine Blaupause für die Herangehensweise gegen die Franzosen.

Axel Witsel fühlt sich neben Emre Can wohl - auch bei BVB gegen PSG

An Witsels Seite dürfte erneut Emre Can auflaufen. „Wir verstehen uns gut“, sagt der 31-jährige Belgier über seinen 26-jährigen deutschen Teamkollegen. „Er kann uns mehr Balance geben.“ Can sei vom Spielertyp her eher ein Sechser, denke weniger offensiv als beispielsweise Julian Brandt. Cans Physis könnte ein positiver Faktor für die manchmal zu brave Dortmunder Mannschaft werden.

Jetzt lesen

Was die gemeinsame Arbeit gegen den Ball betrifft, liefern die Auftritte gegen Frankfurt oder eben Barcelona Anschauungsmaterial, was mit dieser schwarzgelben Mannschaft möglich ist. Auch gegen Paris.

Lucien Favre auf BVB-PK: „Was am Ende zählt, sind wir selbst“

Denn von Understatement will, bei allem ausdrücklich betonten Respekt, auch BVB-Trainer Lucien Favre nichts wissen. „Wir wissen, wie sie spielen und welche Klasse-Spieler PSG in seinen Reihen hat“, sagt der Schweizer. „Was am Ende zählt, sind wir selbst.“

Denn neben Neymar gebe es ja noch mindestens zehn Pariser mit Weltklasse-Format, vor allem imponiert Favre deren „enormes Offensivpotenzial“. PSG sei sehr gefährlich nach Balleroberungen, weil sie enorm temporeich umschalten könnten. Manchmal gehe die Elf von Thomas Tuchel direkt ins Gegenpressing über, manchmal ziehe sie sich aber auch zurück – nur um nach Ballgewinnen blitzschnell zuzuschlagen.

So will Borussia Dortmund im Achtelfinale PSG kontrollieren

Was also zählt, wenn der BVB auf sich schaut? „Der Schlüssel ist sehr oft, wie wir verteidigen“, meint Favre. „Wir benötigen gute Balleroberungen.“ Die brächten Ballbesitz und damit mehr Ruhe. Je länger die Borussen PSG kontrollieren und geduldig in der Defensive beschäftigen, desto größer sind die Chancen auf einen Erfolg. Auch wenn Favre findet, dass „ein 1:0 oder sogar ein 0:0 manchmal ein sehr schönes Spiel sein kann“, die Chancen auf Spektakel sind deutlich größer, wenn die Angriffsmaschinerien aus Dortmund und Paris aufeinandertreffen.

Lesen Sie jetzt