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Vor dem Rückspiel: BVB „voller Vertrauen“, Manchester City strauchelt

Champions League

Vor dem Hinspiel war die Rollenverteilung in der Champions League glasklar: Manchester City ist der Favorit, Borussia Dortmund klarer Außenseiter. Gilt das immer noch?

Dortmund

, 12.04.2021, 16:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mateu Morey (l.) trifft mit dem BVB in der Champions League am Mittwoch auf Manchester City.

Mateu Morey (l.) trifft mit dem BVB in der Champions League am Mittwoch auf Manchester City. © picture alliance/dpa

Vor einer Woche desillusionierter Außenseiter gegen kraftstrotzende Fußball-Supermacht und nur acht Tage später eine andere Konstellation: Während Borussia Dortmund aus dem 1:2 in Hinspiel bei Manchester City sowie dem 3:2 am Samstag gegen den VfB Stuttgart Zuversicht und Motivation schöpft, erlebten die Engländer nicht nur im ersten Aufeinandertreffen trotz des Sieges einen Denkzettel. Am Samstag folgte eine 1:2-Niederlage gegen Leeds United. Trotz 45 Minuten in Überzahl.


Champions League: BVB geht mit breiter Brust ins Rückspiel gegen Manchester City

„Auf diesen Leistungen können wir aufbauen“, sagte BVB-Mittelfeldabräumer Thomas Delaney am Samstag. Mit Blick auf das Rückspiel gegen City (Mittwoch, 21 Uhr/live bei Sky) kündigte er an „Wir gehen mit vollem Vertrauen und dem Glauben in die Partie, dass wir eine Chance haben. Wir sind positiv gestimmt.“ Letzteres bezog der Däne auf alle drei Wettbewerbe – in der Bundesliga etwa kämpft der BVB noch um die erneute Champions-League-Qualifikation, im DFB-Pokal will man gegen Holstein Kiel den Einzug ins Finale klarmachen.

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Schon nach dem ersten Aufeinandertreffen mit Manchester bilanzierte Dortmunds Trainer Edin Terzic, man habe trotz der Niederlage „den festen Glauben dazu gewonnen, dass wir in die nächste Runde einziehen können. Jetzt ist erst Halbzeit.“

BVB-Gegner in der Champions League: ManCity strauchelt in der Premier League

Den Gegner, die Starauswahl von Startrainer Pep Guardiola, rettete gegen den BVB vor einer Woche in der Champions League ein Tor in der Schlussminute, am Samstag in der Premier League gegen Leeds United lief es genau andersherum. Trotz 29:2 Torschüssen verlor City mit 1:2 durch einen späten Gegentreffer, obwohl die Gäste im zweiten Durchgang nach einem Platzverweis nur zu zehnt spielten. Der designierte Meister, immer noch mit elf Punkten Vorsprung Tabellenführer, ließ Zielstrebigkeit und Effizienz vermissen. Guardiola musste sich rechtfertigen, seine Mannschaft auf sieben Positionen verändert zu haben, was allerdings nicht unüblich ist.

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Leeds, von Taktikfuchs Marcelo Bielsa hervorragend eingestellt, verteidigte entschlossen und diszipliniert und spielte die Konter mit Tempo in die empfindlichen Stellen von Citys Abwehrkette. „Sie haben auf Konter gespielt. Wir wollten das vermeiden, sie haben es trotzdem geschafft“, erklärte Guardiola.

Champions-League-Rückspiel: BVB kann von ManCitys Auftritt gegen Leeds profitieren

Für die Dortmunder Analysten bietet sich weiteres Anschauungsmaterial für die Vorbereitung des Viertelfinal-Rückspiels. Als Blaupause diente im Hinspiel unverkennbar das 2:0 von Citys Stadtrivale United, auch wenn der BVB die Abwehrkette etwas höher postierte. Die 90 Minuten von Leeds am Wochenende könnten weitere Hinweise geben, wie die „Weltsensation“, als die Klubchef Hans-Joachim Watzke ein Weiterkommen gegen City bezeichnete hat, vielleicht zur Realität werden könnte.

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In Manchester ist man jedenfalls gewarnt: „Wir haben zwei Tage Zeit, uns vorzubereiten. Die werden wir nutzen“, sagte Guardiola. Auf die leichte Schulter wird man den BVB nicht nehmen. Aber die Borussen machen sich, siehe Delaney, auch vor der vermeintlichen Übermannschaft nicht klein.

BVB hofft auf freie Räume gegen Manchester City

Auch Terzic betonte: „ManCity spielt diese Art von Fußball in jedem Spiel. Das heißt, die Prinzipien werden sich bei ihnen nicht großartig verändern und dementsprechend werden sie sich auch wieder Räume für uns ergeben, wo wir gefährlich werden können.“

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