Warum Eintracht Frankfurt nur „eigentlich“ ein Lieblingsgegner des BVB ist

rnFakten zum Spiel

Der BVB ist besser in die Saison gestartet als im Vorjahr. Bei der Eintracht kann die Borussia ihre zuletzt starke Leistung bestätigen. Doch in Frankfurt läuft es nicht immer rund. Die Fakten zum Spiel.

Dortmund

, 22.09.2019, 07:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

1.) Der BVB mit zwei Gesichtern: Zuhause ist die Borussia Dortmund unter Lucien Favre eine Macht, in allen Bundesliga-Heimspielen unter ihm trafen die Borussen mindestens doppelt und gaben nur drei Mal Punkte ab. Auswärts hingegen ist der BVB unter dem Schweizer durchaus anfällig, das zeigte sich zuletzt in Berlin beim Aufsteiger Union, aber auch in der vergangenen Saison bei Duellen zum Beispiel in München (0:5), Augsburg (1:2), Nürnberg (0:0) oder Düsseldorf (1:2).

Insgesamt ließ die Borussia in der Ära Favre auswärts neun Mal Punkte liegen, also im Schnitt fast in jedem zweiten Spiel! Soll es mit dem erträumten Titel etwas werden, muss der BVB sein Heimgesicht einfach auch öfter auf Reisen aufsetzen und sollte damit am besten in Frankfurt anfangen.


2.) Alcacer auf den Spuren von Aubameyang: In der Bundesliga war Paco Alcacer an den ersten vier Spieltagen immer als Torschütze erfolgreich, traf hier insgesamt fünf Mal. In der langen Borussen-Geschichte hatte zuvor nur Pierre-Emerick Aubameyang an jedem der ersten vier Spieltage getroffen. Für den in der Spielzeit 2015/16 aufgestellten Rekord des jetzigen Arsenal-Torjägers muss Paco Alcacer noch weiter beständig stricken, Aubameyang gelang damals sogar an den ersten acht Spieltagen immer mindestens ein Treffer.

Warum Eintracht Frankfurt nur „eigentlich“ ein Lieblingsgegner des BVB ist

Marco Reus erzielte gegen Leverkusen seinen 19. Doppelpack in der Bundesliga. © imago

3.) Marco Reus: Scorer-Punkte am laufenden Band: Mit seinem zweiten Tor gegen Leverkusen feierte Marco Reus ein Jubiläum, in seinem 264. Bundesliga-Spiel kam er zu seinem 200. Scorer-Punkt (119 Tore und 81 Assists). Zum 19. Mal traf Reus in der Bundesliga doppelt, auch der Kapitän ist also voll drin in der neuen Saison.


4.) Portugiesen-Party in Frankfurt: Drei Portugiesen stehen aktuell in der Bundesliga unter Vertrag und alle drei Profis aus dem Land des Europameisters werden sich nun bei der Partie zwischen Frankfurt und Dortmund treffen. Bei der Eintracht bildeten am letzten Spieltag mit Goncalo Paciencia und Andre Silva die einzigen Portugiesen der Vereinsgeschichte das Sturmduo, bei der Borussia meldete sich Europameister Raphael Guerreiro gegen Leverkusen mit seinem ersten Tor seit Anfang Februar eindrucksvoll zurück.


5.) Die Trefferquote unterscheidet die Klubs: Die Angreifer liefern bei der Eintracht bislang, doch insgesamt ist das Team in der noch jungen Saison nicht treffsicher genug. So gab nur Werder mehr Torschüsse ab als Frankfurt, von den 65 Versuchen landeten aber nur fünf im gegnerischen Netz. 13 Versuche für ein Tor ist eine der schwächsten Trefferquoten der Liga, der BVB ist hier hingegen Ligaspitze. Gegen Leverkusen führten die nur neun Torschüsse zu vier Toren.

6.) Frankfurt ist ein BVB-Lieblingsgegner - eigentlich: In der Bundesliga-Historie feierte Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt die meisten Siege (44) und verbucht gegen die Hessen auch die beste Tordifferenz (+49). Aktuell sind die Schwarzgelben gegen Frankfurt seit sechs Pflichtspielen ungeschlagen, gewannen in diesem Zeitraum unter anderem auch das Pokalfinale 2017 mit 2:1.

In Frankfurt allerdings tat sich die Borussia immer wieder schwer, so holten die Borussen aus den letzten fünf Bundesliga-Gastspielen bei der Eintracht nur zwei Punkte. Der letzte Bundesliga-Sieg des BVB in der Main-Metropole liegt bereits sechs Jahre zurück, am 1. September 2013 gewannen die Borussen unter Jürgen Klopp durch einen Doppelpack von Henrikh Mkhitaryan mit 2:1.



7.) Der Faktor Delaney hilft dem BVB-Spiel:
Zuletzt im Topspiel gegen Leverkusen setzte BVB-Coach Favre erstmals in dieser Saison auf seine aus der letzten Spielzeit bewährte Doppelsechs Axel Witsel/ Thomas Delaney und wurde dafür belohnt. Anders als in den Spielen zuvor, in denen der ballsichere, aber auch phlegmatische Julian Weigl begonnen hatte, ging es gegen Bayer im defensiven Zentrum wieder deutlich kerniger zu.

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Und auch diese Mentalität brachte Dortmund den klaren Sieg. Delaney und Witsel waren sehr zweikampfstark (64 % bzw. 56 % gewonnene Duelle), der Däne zudem auch der laufstärkste Spieler auf dem Platz (12,2 Kilometer). Delaney hinterlegte bei seinem Startelfdebüt in dieser Saison eindrucksvoll, dass ihm der Platz neben Witsel eigentlich zusteht.

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