Was für den BVB und was für die Bayern spricht

Neueröffneter Zweikampf

Fünf Punkte trennen den BVB noch vom FC Bayern. Die Borussia ist in der Rückrunde ungeschlagen, hat das Momentum auf ihrer Seite. Na und? Der Vorsprung der Bayern auf Borussia Dortmund ist groß genug, was soll da beim Gipfeltreffen in Dortmund noch ernsthaft schief gehen? Wir liefern fünf Gründe, warum der Titelkampf noch einmal spannend wird, oder warum nicht.

Dortmund

, 04.03.2016, 06:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Was für den BVB und was für die Bayern spricht

Das Hinspiel entschied der FC Bayern mit 5:1 für sich - jetzt werden die Karten neu gemischt.

Darum wird der Titelkampf noch mal richtig spannend:

 

  • Der BVB hat die bessere Offensive: Das klingt vielleicht kühn, aber: Pierre-Emerick Aubameyang, Marco Reus und Henrikh Mkhitaryan bilden nach Barcelonas „MSN“-Sturm (Messi, Neymar, Suarez) die torgefährlichste Offensivreihe Europas. Und sie haben noch Großes vor: „Auba“ will die Torjägerkanone, Reus brennt auf seinen ersten Titel. Und: Wenn „Micki“ trifft, gewinnt der BVB in der Bundesliga immer.
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  • Der BVB hat nichts zu verlieren: Seit Monaten schien die Meisterschaft entschieden zu sein, doch der BVB hat beharrlich weiter gepunktet. Dass die Schwarzgelben jetzt noch einmal die Chance auf die Schale wittern, ist ein Plus für konstant starke Leistungen. Gemäß dem Sponti-Spruch „Alles kann, nichts muss“ kann die Borussia nur gewinnen.  
  • Tuchel weiß, wie man Guardiola ärgert: Seit dem Treffen in der Münchner Szenebar „Schumann’s“ ist bekannt, dass sich BVB-Trainer Thomas Tuchel und Bayerns Pep Guardiola verstehen. Doch Tuchel weiß auch, wie man den Spanier ärgert: Zwar verlor er mit Mainz beide Duelle gegen Guardiola. Doch speziell in München (0:2) zeigte er beispielhaft auf, wie man den FCB in Schwierigkeiten bringt. Guardiola zog den Hut: „Für mich ist es gut, gegen gute Trainer zu spielen. Man muss ständig Lösungen finden. Wegen dieser Details bin ich Trainer geworden.“
  • Der BVB brennt auf die Revanche fürs Hinspiel: Das 1:5 im Oktober knallte wie eine Ohrfeige, die Borussen haben das nicht vergessen. Das Gute an einer Bundesliga-Saison: Man sieht sich immer zweimal.  
  • Dem FC Bayern fehlt Boateng: Jerome Boateng ist neben Manuel Neuer vielleicht der einzige Spieler im prominenten Bayern-Kader, den Guardiola nicht nahtlos ersetzen kann. Vor allem gegen Dortmunds Offensivraketen wird der Ausfall des schnellen und souveränen Verteidigers schwer wiegen.

 

Darum werden die Münchner im Mai die Schale erneut in die Höhe recken:

  • Der FC Bayern hat den stärkeren Kader: Wer auf der Stelle drei Positionen nennen kann, auf denen sich die Bayern verstärken müssten, hat sich a) entgegen aller Absprachen intensiv vorbereitet oder er liegt b) komplett daneben. Weltweit gibt es wenig bessere Teams. Und sie haben einen Trainer, der die verschwenderische Ansammlung fußballerischer Qualität richtig einsetzen kann.  
  • Der FC Bayern hat Manuel Neuer: Taktik, Technik und Topspieler hin oder her: Wer den FCB besiegen will, muss den Ball an Manu mit den Riesenhänden vorbeikicken. Wenn sich seine Vorderleute doch mal Fehler erlauben, steht immer noch der beste Torhüter des Planeten auf oder weit vor der Linie.
  • Der FC Bayern hat die größere Erfahrung: Weltmeister, Europameister, Champions-League-Sieger, Klub-Weltmeister, nationale Meister, Pokalsieger – der FC Bayern hat sie alle im Kader. Eine Heimniederlage gegen Mainz wirft diese Männer nicht um. Es gibt kein Team in Europa, das so nervenstark, erfahren und selbstbewusst ist wie die Münchner.
  • Der FC Bayern reist ohne Uli Hoeneß an:  Überall lauerten die Fotografen ihm auf, die Fans begrüßten ihn mit Bannern: Nach 622 Tagen sah Bayerns Ex-Präsident am Mittwoch erstmals wieder ein Spiel im Stadion. Prompt ging die Partie verloren. Ein Omen? Den abergläubischen Bayern-Anhängern sei zur Beruhigung gesagt: Nach Dortmund wird Hoeneß nach Aussage von Klubboss Karl-Heinz Rummenigge nicht anreisen.  
  • Mario Götze kehrt nach Dortmund zurück: Zuletzt saß der mehrfach verletzte Ex-Dortmunder viermal hintereinander 90 Minuten lang auf der Bank. Im Gipfeltreffer mit dem BVB wird der Weltmeister-Torschütze aber eine entscheidende Rolle spielen. Wir legen uns das Wort „ausgerechnet“ vorsichtshalber vorab in den Zwischenspeicher...
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