Watzke und Peters plädieren für Erhalt der 50+1-Regel

Dortmund und Schalke einig

Die Verantwortlichen von Borussia Dortmund und Schalke 04 haben sich einmütig für die Beibehaltung der 50+1-Regelung im deutschen Profifußball ausgesprochen. "Ich wehre mich dagegen, dass Leute, die mit dem Fußball Geld verdienen wollen, so tun, als wäre mit 50+1 kein Erfolg möglich", sagte Hans-Joachim Watzke.

Brilon

04.04.2017, 14:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Watzke und Peters plädieren für Erhalt der 50+1-Regel

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke macht sich für die 50+1-Regel stark.

Bei einer Podiumsdiskussion in Brilon im Sauerland am Montagabend verwies der BVB-Geschäftsführer auf die Erfolge der Klubs, die nicht von fremden Investitionen gesteuert werden. Die in den Statuten der Deutschen Fußball Liga (DFL) verankerte Regelung soll verhindern, dass Investoren die Mehrheit an den als Kapitalgesellschaften organisierten Klubs erlangen.

„Real Madrid, der FC Barcelona und Bayern München erfüllen die 50+1-Regel zu 100 Prozent. Und das sind immerhin die erfolgreichsten Vereine der Welt“, erläuterte Watzke. Watzke kann auch keinen großen Wettbewerbsvorteil bei den Vereinen der englischen Premier League erkennen, deren Kurs überwiegend ausländische Großinvestoren bestimmen.

Beispiel England

"Trotz der unglaublichen Kohle haben die Engländer nur eine Mannschaft im Viertelfinale der Champions League - und das ist Leicester City. Keine Mannschaft, der man unbedingt zutraut, dass sie den Titel gewinnen kann.“ Schalkes Finanzvorstand Peter Peters, zugleich Vizepräsident der Deutschen Fußball Liga, betonte, dass „bisher keiner der 36 Vereine“ bei der DFL einen Antrag gestellt habe, „die 50+1-Regel zu kippen“.

Schalke ist einer der wenigen Bundesligisten, die sogar ihren Status als eingetragener Verein (e.V.) nicht aufgeben wollen. „Mir graut vor dem Tag, wenn in Gremien nicht mehr Vertreter des Fußballs zusammensitzen, sondern Anwälte“, sagte Peters. 

Von dpa

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