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Weidenfeller: "Müssen uns der Härte stellen"

Foul-Debatte beim BVB

In Bremen zählten die Statistiker "nur" 16 Fouls gegen Borussia Dortmund, was deutlich unter der von Thomas Tuchel postulierten schmerzhaften Grenze von 20 Vergehen lag. Dennoch war die Härte vor allem wegen der zwei Attacken gegen Marco Reus ein Thema. Nach dem Spiel meldete sich BVB-Keeper Roman Weidenfeller zu Wort.

DORTMUND

, 24.01.2017, 07:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Roman Weidenfeller rettete den Dreier an der Weser und fand danach auch die richtigen Worte.

Roman Weidenfeller rettete den Dreier an der Weser und fand danach auch die richtigen Worte.

BVB-Torhüter Roman Weidenfeller hatte eine sehr klare Sicht der Dinge: „Es ist Bundesliga, es ist Winterzeit, die Plätze sind nicht die besten“, meinte er, „da kommt es vor, dass einer mal zu spät kommt.“

"Nicht seriös weitergespielt"

Unmissverständliche Worte des erfahrenen Schlussmanns, den das Gegentor und die Art und Weise, wie seine Mannschaft nach der Führung die Partie aus der Hand gab, extrem ärgerte. „Wir haben es nicht seriös weitergespielt“, meinte Weidenfeller, „wir haben Zweikampfverhalten vermissen lassen. Wir sind eine hoch talentierte Truppe, aber uns fehlt das Näschen, bei Gefahr die Partie solide runterzuspielen.“

Weidenfeller war einer der Garanten des knappen Sieges, in seinem vorerst vielleicht letzten Bundesliga-Spiel vor der Rückkehr von Roman Bürki zeigte er eine Klasse-Leistung. Auch als Führungsfigur ging der 36-Jährige vorneweg. Als die Borussia arg ins Schwimmen geriet, redete Weidenfeller intensiv auf Julian Weigl ein und versuchte, den 21-Jährigen mit Tipps zu unterstützen.

Weidenfeller erinnert an frühere Jahre

Dass Bremen auch Härte als Stilmittel gegen den BVB einsetzte, sei vollkommen legitim, meinte Weidenfeller noch. „Wir müssen uns darauf einstellen dass nicht immer alles nach Plan läuft und man hart bekämpft wird. Dem müssen wir uns stellen!“ Weidenfeller erinnerte sich schmunzelnd an die eigene Vergangenheit: „2006 und 2007, als wir eine deutlich schlechtere Mannschaft hatten, da haben wir noch ganz anders agiert als Bremen heute.“ Es sollte wohl auch eine Mahnung an die Kollegen sein, sich nicht in unnötigen Foul-Diskussionen zu verstricken.

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