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Weidenfeller soll weiteres Jahr BVB-Keeper bleiben

"Zu früh für die Rente"

Im Sommer endet der Vertrag von Roman Weidenfeller. Hängt er noch ein Jahr dran? Oder verabschiedet sich der 36-Jährige zum Vertragsende in den wohlverdienten Ruhestand? Diese Frage ist noch immer offen. BVB-Trainer Thomas Tuchel hat sich inzwischen klar positioniert. Er hält seine Nummer 2 für "viel zu jung für die Rente".

DORTMUND

, 03.05.2017, 06:17 Uhr / Lesedauer: 2 min
Roman Weidenfeller rettete den Dreier an der Weser und fand danach auch die richtigen Worte.

Roman Weidenfeller rettete den Dreier an der Weser und fand danach auch die richtigen Worte.

Um eine Ahnung davon zu haben, wie lange Roman Weidenfeller bereits das BVB-Trikot trägt, hilft ein Blick in die Vergangenheit: Als der Keeper im Juli 2002 seinen Dienst in Dortmund antrat, war Gerhard Schröder noch Bundeskanzler, Michael Schumacher gewann kurz danach seinen fünften WM-Titel in der Formel 1, im gleichen Monat sicherte sich der heute als Doper überführte Lance Armstrong seinen vierten Tour-de-France-Triumph.

15 Jahre bei der Borussia

15 Jahre sind seitdem vergangen – und noch immer steht Weidenfeller im BVB-Tor. Zwar nicht mehr so häufig wie früher, als er die klare Nummer 1 war, aber als verlässliche Alternative zum aktuellen Stammkeeper Roman Bürki ist er noch immer ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel.

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Eben jener Tuchel würde sich freuen, wenn er auch in der kommenden Saison noch mit Weidenfeller planen könnte. „So wie er sich hier in den Dreck wirft“, sagte er kürzlich, „ist es noch viel zu früh für die Rente. In der Form, in der er zurzeit trainiert. Mit der Leidenschaft, mit der seinen Beruf, Fußballprofi zu sein, ausübt.“ Es sei – Stand Ende April – schwer vorstellbar, „dass Roman in Rente geht“.

"Intern analysieren"

Weidenfeller selbst hatte Ende März bei „19:09 Uhr – der schwarzgelbe Talk“, dem gemeinsamen BVB-Talk von Radio 91.2 und den Ruhr Nachrichten, Gespräche über eine Ausdehnung der bisherigen Zusammenarbeit angekündigt: „Wir werden intern analysieren, was das Beste für mich und den Verein ist.“

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Aufgrund der Termindichte im April – der BVB absolvierte neun Partien binnen 29 Tagen – konnten die Gespräche bislang nicht stattfinden. Eine besondere Dringlichkeit bestehe laut Tuchel ohnehin nicht: „Das hatte nicht die oberste Priorität, weil wir aktuell das Gefühl haben, dass er sich sehr wohlfühlt“, erklärte der BVB-Coach.

Zukunft liegt in Dortmund

Weidenfeller absolvierte in der laufenden Saison insgesamt neun Spiele. Während er in den ersten beiden DFB-Pokal-Runden absprachegemäß im Tor stand, vertrat er in der Bundesliga (sieben Mal) und in der Champions League (zwei Mal) jeweils den ursprünglich für diese Spiele eingeplanten Roma Bürki. Der Schweizer pausierte einmal aufgrund einer Erkältung und musste zwischen Mitte November und Ende Dezember aufgrund eines Mittelhandbruchs aussetzen.

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Ob bereits 2017 oder erst ein Jahr später: Dass Weidenfeller nach der Karriere in repräsentativer Funktion dem BVB erhalten bleibt, ist längst besprochen. Der gebürtige Rheinland-Pfälzer fühlt sich in Dortmund heimisch und hat sich mit seiner Frau und seinem Sohn fest in der Stadt niedergelassen.

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