Weidenfeller und Bender beste Akteure in schwacher Elf

BVB-Einzelkritik

Es ist wie verhext: Der BVB kann in der Bundesliga einfach nicht mehr gewinnen. Bei der 0:1-Heimpleite gegen Hannover 96 enttäuschten die Borussen auf ganzer Linie und waren im Vergleich zur 4:0-Gala in Istanbul kaum wiederzuerkennen. Die Einzelkritik.

DORTMUND

, 25.10.2014, 17:29 Uhr / Lesedauer: 3 min
Weidenfeller und Bender beste Akteure in schwacher Elf

Gewohnt zweikampfstark: Sven Bender.

Roman Weidenfeller: 60 Minuten lang stand er sich beschäftigungslos die Beine in den Bauch, dann musste er gleich beim ersten Schuss auf sein Tor hinter sich greifen. Der Nationalkeeper war machtlos beim geschlenzten Freistoß von Hiroshi Kiyotake. An richtig guten Tagen hält er den Freistoß zum 0:1 vielleicht, dieses Mal fehlten ihm nur wenige Zentimeter. Mit seinen starken Paraden gegen Kiyotake (65.) und Joselu (66.) hielt er seine Elf anschließend im Spiel. An ihm lag es nicht. NOTE: 3,0Lukasz Piszczek: Offensiv war der Pole einer der besten Borussen in den ersten 60 Minuten. Immer wieder jagte er die Linie entlang und bereitete gute Chancen vor (17., 21.). In der Abwehr aber patzte er einmal schwer, als er Leonardo Bittencourt völlig aus den Augen ließ (6.). Nur mit Glück wurde dieser Fehler nicht bestraft. In der Phase nach dem Rückstand so kopflos wie seine Nebenleute. NOTE: 3,5

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9. Spieltag: BVB - Hannover 96 0:1 (0:0)

Hier gibt es die Bilder zur Partie Borussia Dortmund - Hannover 96
25.10.2014
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Bilder der Partie Dortmund gegen Hannover.© Foto: DeFodi
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Schiedsrichter Tobias Steiler zeigt Ceyhun Guelselam (Hannover) die gelb-rote Karte - doch die Überzahl zum Ende des Spiels kann der BVB nicht nutzen.© DeFodi
Ciro Immobile und Shinji Kagawa vor der Südtribüne.© DeFodi
Enttäuschung auf beiden Seiten: Die Dortmunder "Wand" und die Mannschaft.© DeFodi
Adrian Ramos steht gegen Ceyhun Gülselam (2.v.l.) und Felipe (2.v.r.) von Hannover im Abseits, links Hannovers Torwart Ron-Robert Zieler.© dpa
Fußball Bundesliga 9. Spieltag: Borussia Dortmund - Hannover 96 am 25.10.2014 im Signal Iduna Park in Dortmund (Nordrhein-Westfalen). Dortmunds Adrian Ramos (r) und Felipe von Hannover versuchen an den Ball zu kommen. Foto: Bernd Thissen/dpa (Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Akkreditierungsbestimmungen der DFL ist die Publikation und Weiterverwertung im Internet und in Online-Medien während des Spiels auf insgesamt fünfzehn Bilder pro Spiel begrenzt.) +++(c) dpa - Bildfunk+++© dpa
Pierre-Emerick Aubameyang und Henrikh Mkhitaryan im hitzigen Gespräch mit Ceyhun Gülselam und Felipe.© dpa
Die Mauer springt hoch, doch Hiroshi Kiyotake zirkelt seinen Freistoß zum 0:1 ins Eck - über Ilkay Gündogan, Sven Bender, Pierre-Emerick Aubameyang, Adrian Ramos hinweg.© dpa
Hiroshi Kiyotake jubelt, die Dortmunder sind konsterniert.© dpa
Ratlos: Marco Reus, der zu viele gute Chancen liegen ließ.© DeFodi
Henrikh Mkhitaryan (BVB) gegen Ceyhum Guelselam.© DeFodi
Hiroshi Kiyotake gegen Ilkay Guendogan.© DeFodi
Sven Bender versucht, dem Spiel noch eine andere Richtung zu geben.© DeFodi
Mats Hummels schlägt den Ball Richtung Tor, Ex-Dortmunder Leonardo Bittencourt dreht sich weg.© DeFodi
Da ist es passiert: Mit der ersten Torchance in der zweiten Halbzeit erzielt Hiroshi Kiyotake das 0:1 per Freistoß. Roman Weidenfeller hatte sich in der anderen Ecke positioniert und kam nicht schnell genug runter.© DeFodi
Erik Durm legt sich gegen Manuel Schmiedebach ins Zeug.© dpa
Mats Hummels im Kopfballduell mit Felipe.© dpa
Christian Schulz hat hier die Hand im Kreuz von Adrian Ramos.© DeFodi
Kopf an Kopf: Adrian Ramos und Marcelo.© DeFodi
Nachdenklich: Jürgen Klopp.© DeFodi
Sokratis steigt gegen Joselu hoch.© DeFodi
Aubameyang gegen Marius Stankevicius.© DeFodi
Marcel Schmelzer mit Gips - hier im Gespräch mit Shinji Kagawa.© DeFodi
Machte ein schlechtes Spiel: Henrikh Mkhitaryan, hier Arm in Arm mit Manuel Schmiedebach. Der Armenier versuchte zwar viel, aber ihm gelang fast nichts.© DeFodi
Marco Reus zupft noch schnell das neue Trikot zurecht.© DeFodi
Schlagworte BVB, Dortmund

In den ersten zehn Minuten war ihm die Bundesliga-Nervosität deutlich anzumerken, dann fing er sich und gewann schließlich 67 Prozent seiner Zweikämpfe in Hälfte eins. Nach dem Führungstor der Gäste genauso verunsichert wie seine Nebenleute. Ihm fehlt noch immer die Stabilität, die ihn vor seiner Kreuzband-Verletzung ausgezahlt hat.

Mats Hummels: Auch er schwächelte in der Anfangsphase, steigerte sich dann aber deutlich. Sein Kopfball hätte früh die Ampel auf grün stellen können, doch Nationalmannschaftskollege Ron-Robert Zieler parierte glänzend (18.). Sehenswert dann sein Pass auf Adrian Ramos (58.), den dieser jedoch nicht verwerten konnte. Nach dem Rückstand genau wie Subotic wieder im Krisen-Modus. NOTE: 4,0Erik Durm: Rückte für Sokratis in die Elf, rechtfertigte seine Aufstellung allerdings nur bedingt. Defensiv hatte der Weltmeister vieles im Griff, nach vorne aber verpufften seine Vorstöße wirkungslos. Der hohe Aufwand blieb unbelohnt, er verließ vorzeitig für Sokratis das Feld. NOTE: 4,5

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: Der unverwüstliche Sechser spielte trotz Ellenbogenblessur und war sofort wieder lauf- und einsatzfreudigster Akteur seiner Elf. Er räumte ab, was es abzuräumen gab. Das kreative Vakuum, dass durch Ilkay Gündogans schwache Leistung im BVB-Mittelfeld entstand, konnte er jedoch nicht füllen.

Dortmunds Sechser lieferte bei seinem Heim-Comeback eine sehr dezente Vorstellung ab. Nur 26 Ballkontakte sammelte er in der ersten Hälfte, viele seiner Pässe landeten beim Gegner. Richtig weh allerdings tat sein unnötiges Foul in der 61. Minute an Leonardo Bittencourt. Den fälligen Freistoß drehte Hiroshi Kiyotake zum 1:0 für Hannover ins Tor.

Beim 4:0 in Istanbul gelang dem Armenier fast alles – gegen Hannover war es fast das genaue Gegenteil davon. Er versuchte unheimlich viel, aber es passte diesmal nichts. Immer wieder lief er sich fest oder spielte Fehlpässe. Das kann er viel besser Bezeichnend: Sein völlig missglückter Distanzschuss aufs leere Tor (83.).

Phasenweise erinnerte das BVB-Spiel gegen Hannover wie eine Partie an der Konsole. Immer wieder landete der Ball beim Nationalspieler, der dann in Dribbling ging und den Abschluss suchte. Reus verbuchte zur Pause die meisten Ballkontakte (40) und die meisten Torschüsse (3) seiner Elf. Wann immer es gefährlich wurde für „96“, war er beteiligt. Eins muss man ihm aber ankreiden: Weder in der ersten Hälfte (20.) noch nach dem Seitenwechsel (47./55.) nutze er eine seiner vielen Chancen.

Pierre-Emerick Aubameyang: Sein Auftritt fiel längst nicht so zielstrebig und konsequent aus wie unter der Woche bei Galatasaray. Hannover tat ihm nicht den Gefallen, im Platz zum Laufen zu geben – und das wirkte sich massiv auf sein Spiel aus. Gefährliche Abschlüsse blieben aus. Als er dann doch einmal durch war, blieb er zu zögerlich und vergab so eine gute Chance (83.). NOTE: 4,0Adrian Ramos: Als Joker in der Champions League funktioniert der Kolumbianer bislang hervorragend (drei Tore), als Startspieler in der Bundesliga agierte er gegen Hannover aber äußerst unglücklich. Kein Borusse machte in den ersten 45 Minuten so wenig Meter wie er, dann ließ er nach dem Seitenwechsel auch noch seine einzige Chance fast kläglich verstreichen (58.). Mit Leistungen wie diesen wird er sich nicht in der Stammelf festspielen. NOTE: 5,0

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