Werbelogo angepasst: BVB betritt mit „1&1“ die nächste Entwicklungsstufe

rnBorussia Dortmund

Für den BVB beginnt am heutigen 1. Juli die nächste wirtschaftliche Entwicklungsstufe. Ein Trikot-Deal eröffnet Dortmund neue Möglichkeiten. Dafür wird sogar das Werbelogo angepasst.

Dortmund

, 01.07.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ab heute gibt es das neue Trikot der Borussia zu kaufen. Ein gelbes Hemd mit schwarzen Blitzen und eingesticktem BVB-Schriftzug auf dem Kragen. Neu ist auch das Sponsorenlogo auf der Trikotbrust. Prangte dort 13 Jahre lang der Schriftzug des Chemiekonzerns Evonik, so hat sich jetzt das Telekommunikationsunternehmen „1&1“ die begehrte Werbefläche für die nächsten fünf Jahre gesichert.

Der BVB kann mit bis zu 40 Millionen Euro pro Jahr planen

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Der Clou aus BVB-Sicht: Evonik zieht sich nicht zurück, Borussia Dortmund hat nun gleich zwei Hauptsponsoren. „1&1“ wirbt auf den Trikots, die die Borussen in der Fußball-Bundesliga tragen, das Evonik-Logo ziert die BVB-Hemden in der Champions League und im DFB-Pokal. Trikot-Splitting - ein in der Bundesliga bislang einzigartiger Vorgang, der heute in Dortmund in Kraft tritt. Und offenbar eine Lösung, die keine Verlierer kennt. Beide Sponsoren kommen zu ihrem Recht - und der BVB steigert seinen Erlös im Trikosegment erheblich. Auf bis zu 40 Millionen Euro jährlich soll sich das Engagement beider Unternehmen in der Addition belaufen.

Da sowohl Evonik als auch „1&1“ einen Fünfjahresvertrag mit der Borussia unterzeichnet haben, umfasst das Geschäft ein Gesamtvolumen von 200 Millionen Euro. Branchenführer FC Bayern haben sich die Dortmunder somit angenähert, die Münchner sollen pro Saison zwischen 40 und 50 Millionen Euro von Trikotsponsor Telekom erhalten.

Signal Iduna Park: Stadion des BVB wird technisch aufgerüstet

„1&1“ wird sich zudem in die technische Aufrüstung des Signal Iduna Parks einbringen. „Wir werden ihn ans Glasfasernetz bringen“, sagt Robin Harries (Vorstand Online-Marketing). Auch die zukunftsweisende 5G-Technologie soll im Stadion des BVB Einzug halten. „1&1“ wolle „genau wie der BVB angreifen, deswegen ist er für uns der perfekte Partner.“

Borussias Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke dankte zum Start des gemischten Werbe-Doppels explizit dem langjährigen Weggefährten Evonik: „Sie haben sich etwas zurückgenommen, um uns damit einen neuen Schub zu geben“. Denn der BVB verdoppelt nun beinahe seine bisherigen Einnahmen dank des innovativen Splittings.

BVB-Boss Watzke: „Es ist ja ein bisschen Folklore“

Damit der Deal auch ohne jegliche Bauchschmerzen für Dortmund-Fans über die Bühne gehen kann, hat „1&1“ sein Unternehmenslogo verändert. Das eigentlich weiß-blaue Logo ist auf dem neuen BVB-Trikot in schwarz-weiß gehalten. „Es ist ja ein bisschen Folklore, dass wir Blau vermeiden. Ich rechne es 1&1 hoch an, dass sie das umgesetzt haben“, sagt Watzke.

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Dass „1&1“-Gründer Ralph Dommermuth direkt ein Paket mit 5,004 Prozent der BVB-Aktien (rund 4,6 Millionen Stück) erwarb, stimmt Watzke ebenfalls froh. „Größere Aktionäre, die ein veritables Sponsoring wollen“, seien optimal, so der BVB-Boss, „denn sie haben auch Interesse an der sportlichen Performance.“ Dommermuth ließ sich seinen Einstieg als Aktionär rund 32 Millionen Euro kosten.

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