Zehntausende Zuschauer boykottieren Montagsspiel

BVB-Fans setzen Ausrufezeichen

Das BVB-Heimspiel gegen den FC Augsburg steht im Zeichen des Boykotts. Zehntausende Fans bleiben dem ersten Montagsspiel der Dortmunder Vereinshistorie fern und setzen damit ein Ausrufezeichen.

DORTMUND

, 26.02.2018, 20:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Viele Lücken gab es am Montagabend auf der Südtribüne.

Viele Lücken gab es am Montagabend auf der Südtribüne. © imago

War bei der Premiere in Frankfurt in der vergangenen Woche noch das Ziel, den Ablauf der Partie zu verzögern, entschieden sich die Dortmunder Anhänger für einen stillen Protest. Rund 350 Fanclubs hatten angekündigt, sich an dem Boykott beteiligen zu wollen. Das hieß am Montagabend in Zahlen: Statt der normalerweise gut 80.000 Zuschauer waren nur 54.300 in den eisigen Signal Iduna Park gekommen. "Wir respektieren das", erklärte Stadionsprecher Norbert Dickel unmittelbar vor dem Anpfiff. "Die Gemeinschaft mit Euch ist sehr wichtig." Beim Einlauf beider Teams um 20.28 Uhr blieben die Fans weitestgehend stumm.

Die Südtribüne war zum Anpfiff lediglich zu gut 50 Prozent gefüllt. Das schlug sich natürlich in der Stimmung nieder. Schon zwei Stunden vor dem Spiel war rund um das Stadion deutlich weniger los als bei üblichen Bundesliga-Heimspielen. Das freute die Fans, die bei minus fünf Grad dennoch den Weg ins Stadion gefunden hatten. Die Einlasskontrolle dauerte auch zur Rushhour nur wenige Augenblicke.

"Für fangerechte Anstoßzeiten! Nein zu Montagsspielen"

Im Stadion machten die Fußballfans Ihrem Ärger mit Plakaten wie "Für fangerechte Anstoßzeiten! Nein zu Montagsspielen" oder "Egal ob 1. oder 2. Liga - Montagsspiele abschaffen" Luft.

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Protest gegen Montagsspiele - so sah es im Signal Iduna Park aus

26.02.2018
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Impressionen aus dem Signal Iduna Park.© imago/Jan Huebner
Impressionen aus dem Signal Iduna Park.© dpa
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Impressionen aus dem Signal Iduna Park.© dpa
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"Wir akzeptieren jede Meinung und jeden Protest, solange alles in friedlichem Rahmen verläuft", hatte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke im Vorfeld angekündigt, aber auch zu bedenken gegeben: "Wir haben gleichzeitig als Liga Verpflichtungen und dazu stehen wir auch."

Kommerzielle Gründe laut DFL kein Kriterium

Hintergrund: Bis zur Saison 2021/22 wird es in jeder Saison bis zu fünf Montagsspiele geben. Dadurch sollen in erster Linie die Europa-League-Teilnhemer entlastet werden. Ihre Spiele finden in der Regel donnerstags (19 bzw. 21.05 Uhr) statt.

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Wie die Deutsche Fußball Liga (DFL) in einer Stellungnahme vom 20. Februar mitteilte, seien kommerzielle Gründe kein Kriterium gewesen. Laut DFL entfallen auf die fünf Montagsspiele dieser Saison weniger als ein Prozent der Medienerlöse. Zudem gebe es keine Pläne, die Anzahl der Motagspartien auszuweiten.

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