Zorc im Stress: BVB-Kaderverkleinerung nimmt Fahrt auf

Sportdirektor

Die Operation Kaderverkleinerung beim BVB nimmt Fahrt auf. Rodes Wechsel ist perfekt, Schürrles Abgang steht kurz bevor - und auch bei Philipp und Kagawa laufen Gespräche.

Dortmund / Altach

, 27.07.2019 / Lesedauer: 3 min
Zorc im Stress: BVB-Kaderverkleinerung nimmt Fahrt auf

Muss in den kommenden Tagen einige Transfers abwickeln: BVB-Sportdirektor Michael Zorc. © Groeger

29 Spieler hat Borussia Dortmund mit ins Trainingslager nach Bad Ragaz genommen. Das ist noch nicht die Größe, die sich BVB-Trainer Lucien Favre wünscht, aber es kommt der Sache deutlich näher als noch vor ein paar Tagen. 27 Profis sowie die beiden Nachwuchstalente Giovanni Reyna und Immanuel Pherai sind dabei, die nach den positiven Eindrücken der USA-Reise in der Vorwoche nun auch in der Schweiz bei Favre vorspielen dürfen.

Zorc ist bei der Personalie Schürrle optimistisch

Für Schlagzeilen sorgten am Samstag aber vor allem die Spieler, die gar nicht mit dem schwarzgelben Tross in die Alpen gereist sind. Am Mittag meldete der BVB den Wechsel von Sebastian Rode zu Eintracht Frankfurt als perfekt und die nächsten Abgänge dürften zeitnah folgen. Wie Michael Zorc am Rande des Testspiels gegen Udinese Calcio (4:1) gegenüber dieser Redaktion bestätigte, befindet sich Andre Schürrle in konkreten Gesprächen mit einem neuen Verein, der Sportdirektor zeigte sich „optimistisch, dass das klappt“. Den ehemaligen Nationalspieler zieht es zu Spartak Moskau in die erste russische Liga.

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So lief der erste Tag des BVB im Trainingslager

Der 28-Jährige soll, so berichten es russische Medien, bereits ein Visum für Russland beantragt haben. Das wahrscheinlichste Transfermodell ist ein Leihgeschäft über ein Jahr, zudem sichert sich Spartak eine Kaufoption in Höhe von acht Millionen Euro. Schürrle war 2016 für gut 30 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg zum BVB gewechselt, es wurde, das ist längst klar, ein sehr teures Missverständnis.

Auch Philipp freigestellt

Ebenfalls in konkreten Gesprächen mit einem neuen Verein befindet sich Maximilian Philipp. Der Offensivallrounder fehlte, nachdem er auf der USA-Reise in den Testspielen als einziger BVB-Profi nicht eingesetzt worden war, in der vergangenen Woche im Training. Auch er ist für die Klubsuche freigestellt und nicht mit nach Bad Ragaz gereist. Wohin es den 25-Jährigen zieht, ist weniger klar als bei Schürrle. Russische Medien berichten von einem Interesse von Dynamo Moskau, aber auch ein Wechsel innerhalb der Bundesliga ist noch nicht vom Tisch.

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Eintracht Frankfurt soll Interesse zeigen, der VfL Wolfsburg, der in den Gesprächen mit Philipp schon sehr weit war, hatte zuletzt in Person von Manager Jörg Schmadtke erklärt, dass ein Wechsel „fast unmöglich“ sei. Der Klub aus der Autostadt hatte ursprünglich damit gerechnet, Josip Brekalo für eine hohe Millionen-Ablöse zu verkaufen, doch ein Wechsel des Kroaten ist mittlerweile vom Tisch. Ausgang offen.

Erfüllt sich Kagawas Traum von Spanien?

Und auch bei Shinji Kagawa gibt es Neuigkeiten. Türkische Medien berichten, dass der Japaner auf dem Sprung zu Celta Vigo nach Spanien stehe. Der 30-Jährige sucht seit über einem halben Jahr nach einem Klub aus La Liga, um sich seinen Traum von Spanien zu erfüllen. Im vergangenen Winter erfüllte sich dieser Traum zunächst nicht, Kagawa ließ sich schließlich für ein halbes Jahr in die Türkei zu Besiktas Istanbul verleihen. Nun könnte es im zweiten Anlauf klappen.

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