Zu den Bayern? Die Geschichte des Lewandowski-Gerüchts

Borussia Dortmund

Der italienische TV-Sender "Sky Italia" hatte über eine Einigung zwischen Borussia Dortmunds Stürmer Robert Lewandowski und dem FC Bayern München über einen Wechsel im Sommer berichtet. Weil der Sender vor kurzem schon einmal richtig lag, sorgte die Meldung für hektische Betriebsamkeit. Bei genauerer Betrachtung war die Meldung vor allem ein Beleg dafür, wie sich im Internet Gerüchte auch durch falsche Übersetzungen verselbstständigen.

DORTMUND

05.02.2013, 15:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Gerüchte um Stürmerstar Robert Lewandowski reißen nicht ab.

Die Gerüchte um Stürmerstar Robert Lewandowski reißen nicht ab.

Ursprünglich hatte am Montag ein spanisches Online-Portal über den sich scheinbar anbahnenden Transfer berichtet. Diese Meldung griff beim Kurznachrichten-Dienst Twitter ein Bayern-Fan (@breitnigge) auf und zitierte sie. Der Blogger wiederum wurde dann von Sky Italia in einer ihrer Sendungen zitiert. Im Internet kursierte fortan Sky Italia als Urheber der Information. Und weil der Sender seit der Exklusivmeldung mit Guardiola als verlässliche Quelle anerkannt ist, stürzten sich Portale in ganz Europa auf die vermeintliche Top-Nachricht.

Borussia Dortmund reagierte dem Radiosender 91,2 zufolge mit der Information, dass keine offizielle Anfrage des FC Bayern für Lewandowski vorliege. Ein Vollzug für einen Wechsel im Sommer - wie von Sky Italia vermeldet - kann also zunächst einmal ausgeschlossen werden. Doch Sky Italia blieb am Dienstagnachmittag dabei, dass sich der Wechsel von Lewandowski zu den Bayern anbahne - und die Quelle für diese Information eben nicht der Bayern-Fan @breitnigge sei.

Ein Bedarf auf der Position ist beim deutschen Rekordmeister allerdings eigentlich nicht zu erkennen. In Mario Gomez und Mario Mandzukic verfügen die Bayern über zwei namhafte Angreifer. Außerdem erscheint es eher unwahrscheinlich, dass der BVB Lewandowski ausgerechnet zum schärfsten deutschen Rivalen ziehen lassen würde. Weil der Vertrag des Polen noch bis 2014 läuft, sitzt Borussia Dortmund in diesem Sommer noch in einer komfortablen Position am Verhandlungstisch. Vom FC Bayern gibt es aktuell keine Stellungnahme zur Personalie.

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