Zwayer im Mittelpunkt der BVB-Kritik: Bellingham für Aussagen bestraft

Redakteur
Jude Bellingham war verärgert. © picture alliance/dpa
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Update vom 07. Dezember 2021, 13.01 Uhr: Wegen der Aussagen von Jude Bellingham im Nachgang der Partie FC Bayern München gegen Borussia Dortmund in Bezug auf Felix Zwayer und den Wett-Skandal (siehe unten) hat das DFB-Sportgericht nun eine Strafe festgelegt. Die gute Nachricht: Gesperrt wird der BVB-Youngster nicht.

Zwayer im Mittelpunkt der BVB-Kritik: Bellingham-Aussagen sorgen für Wirbel

Erstmeldung vom 04. Dezember 2021: Das Spitzenspiel zwischen Borussia Dortmund und Bayern München hielt den den hohen Erwartungen Stand. Lange Gesichter gab es nach dem 2:3 auf Dortmunder Seite. Felix Zwayer stand im Mittelpunkt der BVB-Kritik. Jude Bellingham wundert sich über die Schiedsrichter-Ansetzung, Emre Can versteht die Welt nicht mehr. Die Stimmen zum Topspiel:


Die Stimmen der BVB-Akteure zum Bayern-Spiel:

Jude Bellingham (BVB-Spieler): „Für mich war es kein Elfmeter. Mats Hummels schaut nicht mal zum Ball. Man kann sich aber auch viele andere Entscheidungen des Spiels anschauen. Aber sie geben einem Schiedsrichter, der schon mal ein Spiel manipuliert hat, das größte Spiel in Deutschland – was soll man erwarten?“

Marco Rose (BVB-Trainer) über die Elfmeterszenen: „Ich glaube, dass der Elfmeter an Marco Reus, der nicht gegeben worden ist, ein Elfer ist. Und ich glaube, dass der Elfer gegen Hummels zumindest ein streitbarer Elfmeter ist. Es ist schade, dass so ein Spiel so entschieden wird. Ich finde, dass das Spiel einen anderen Ausgang und eine andere Entscheidungsfindung verdient hatte. Herr Zwayer kann ruhig noch ein paar BVB-Spiele pfeifen. Wir bereiten uns vor. Sie können uns noch ein paar Steine und Stöcke in den Weg werfen – wir machen weiter.“

Marco Rose (BVB-Trainer) über seine Gelb-Rote Karte: „Ich habe relativ emotional darauf hingewiesen, dass er in mehreren Situationen nicht richtig lag. Dann kriegt man am Ende Gelb-Rot, das ist doof. Bislang habe ich mich in dieser Saison ziemlich gut im Griff gehabt. Heute, in dem wichtigen Spiel und bei der Ungleichbehandlung, ist es aus mir herausgeplatzt.“

Emre Can (BVB-Spieler): „Ich verstehe einfach nicht, warum er nicht rausgeht und sich das anschaut. Er läuft ihm nur in die Hacken, das verstehe ich einfach nicht. Ich stehe hier und wir reden am Ende nur über den Schiedsrichter. Es ist schade, wenn so ein Scheiß-Elfmeter das Spiel entscheidet.“

Marco Reus (BVB-Kapitän): „Im Spiel fand ich es gar nicht so klar, aber wenn ich es so sehe, dann muss er es sich wenigstens angucken. Im Spiel habe ich es gar nicht so krass wahrgenommen, ich merke natürlich den Kontakt, aber in der Zeitlupe sieht es noch heftiger aus. Dass er sich das nicht anguckt – schade. Es war ein unfassbar wildes Spiel, ein geiles Spiel für die Zuschauer. In der ersten Halbzeit hatten wir unfassbar viele Räume, in der zweiten Halbzeit machen wir direkt das zweite Tor und waren am Drücker. Wir hatten lange das Gefühl, dass wir gewinnen.“


Das sagen Bayern-Trainer Nagelsmann und Schiedsrichter Zwayer:

Julian Nagelsmann (Bayern-Trainer): „Am Ende haben wir schon verdient gewonnen. Der Elfmeter ist unstrittig, weil er nur mit dem Arm zum Ball geht. Es ist immer die Entscheidung, wann er rausgeht. Das Handspiel hat er nicht wahrgenommen, dann muss ihn der Video-Schiedsrichter darauf hinweisen. Die andere Situation hat er wahrgenommen, also schaut er es sich nicht an.“

Schiedsrichter Felix Zwayer über den Elfmeter gegen den BVB: „Ich sehe im laufenden Spiel, dass es eine Berührung gibt mit dem Arm von Hummels. Die Fragestellung war, ob der Arm abgestreckt war – das war nicht zu erkennen. Daraufhin habe ich mit dem Assistenten in Köln kommuniziert. Der Videoassistent hat kommuniziert, dass es eine unnatürliche Armhaltung war, sodass ich es mir angesehen habe. Der Arm ist am Ende deutlich weggestreckt, der Ellbogen am Ball.“

Schiedsrichter Felix Zwayer über die Reus-Szene: „Wir alle fordern eine robuste Zweikampfführung. Für mich ist es im Spiel ein normaler Kontakt. Für mich ist es eine Situation, die nicht schwarz und nicht weiß ist. Ich habe mich aufgrund meiner großzügigen Linie gegen einen Strafstoß entschieden. Die Fragestellung war, ob es noch einen weiteren Kontakt gab, den ich nicht wahrgenommen habe. Das wurde verneint.“