Zwei verschiedene Welten prallen aufeinander

Schindelmeiser gegen Watzke

DORTMUND Über die Gemütslage von Sky-Reporter Markus Lindemann beim Feld-Interview vor Anpfiff der Partie des BVB bei 1899 Hoffenheim ist nichts bekannt. In der Halbzeit lief Lindemann mit einem Schmunzeln durch die Gegend. Vom Rede-Duell seiner Interview-Partner Jan Schindelmeiser und Hans-Joachim Watzke, erzählte er, habe er wegen der Lautstärke im Stadion nicht allzu viel mitbekommen. „Es gab technische Probleme.“

von Von Dirk Krampe

, 30.11.2009, 15:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Unterschiedlicher Auffassung: Jan Schindelmeiser (l.) und Hans-Joachim Watzke.

Unterschiedlicher Auffassung: Jan Schindelmeiser (l.) und Hans-Joachim Watzke.

Der Aufprall zweier grundsätzlich gegensätzlicher Weltanschauungen in dieser Sache konnte im schmucken Rhein-Neckar-Stadion in Sinsheim nicht in einen Friedensgipfel münden. Schindelmeiser und Watzke blieben in ihren Argumenten unnachgiebig. „Ich betone, dass ich niemanden beleidigt habe“, meinte Dortmunds Geschäftsführer in die Sky-Mikrofone. „Aber in der Sache weiche ich keinen Millimeter von meiner Meinung ab.“ Schindelmeiser widersprach vehement Watzkes Argumenten zur ungerechten Verteilung der Fernsehgelder. Nach dem 2:1 fielen dem Dortmunder Geschäftsführer versöhnlichere Töne leicht. Angesichts der starken Dortmunder Vorstellung gab sich Watzke moderat, gestand indirekt eine vielleicht unglückliche Wortwahl ein: „Ich kann pointiert austeilen“, meinte er, „da muss ich dann auch damit leben, dass ein Konter kommt und ich einstecken muss.“ Ohnehin sei Streiten im Sport doch eine ganz normale Angelegenheit. Am normalen Verhältnis zueinander in vielen anderen Fragen ändere das nichts.

Daran sind Zweifel freilich erlaubt. Nach den klaren Worten Watzkes unter der Woche kamen aus Leverkusen, Wolfsburg und Hoffenheim ähnliche Wertungen. Dort bezeichnete man Watzkes Äußerungen unisono als „schwer erträglich“. Pikant: Heute treffen die Kontrahenten indirekt wieder aufeinander. Hans-Joachim Watzke hält in Salzgitter auf der Fachtagung „Blickpunkt Sportmanagement“ einen Vortrag. Sprechen wird mit Adham Srouji auch ein Vertreter Hoffenheims. Das durchaus aktuelle Thema: „Spannungsfeld Sport: Tradition vs. Kommerz?

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