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Zweikampf um Gündogan läuft

Objekt der Begierde

Ganz entspannt können die Verantwortlichen des VfL Bochum derzeit die täglich zahlreicher erscheinenden Berichte über den Transferpoker zwischen dem 1. FC Nürnberg, dem Hamburger SV und Borussia Dortmund um Mittelfeld-Talent Ilkay Gündogan verfolgen. Denn egal wohin es den 20-Jährigen zieht, der VfL kassiert mit.

DORTMUND

von Von Matthias Dersch

, 15.04.2011, 09:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jubelt Ilkay Gündogan in der kommenden Saison für den BVB oder den HSV?

Jubelt Ilkay Gündogan in der kommenden Saison für den BVB oder den HSV?

Dass der deutsche U21-Nationalspieler, dem eine Zukunft in der A-Auswahl Joachim Löws prognostiziert wird, wechselt, gilt als sicher. Nur wohin? Nach Hamburg, wo er aller Voraussicht nach auf seinen früheren Mentor und Trainer Michael Oenning treffen würde? Oder nach Dortmund, wo er zu einem funktionierenden Kollektiv in etwa gleichaltriger Spieler stoßen und in der Champions League spielen würde? „Es ist noch keine Entscheidung gefallen“, sagte Irfan Gündogan, der Vater und seit kurzem auch Berater des zentralen Mittelfeldspielers, auf Anfrage unserer Redaktion. „Beide Vereine haben Interesse. Im Moment ist alles offen. Ilkay konzentriert sich derzeit voll auf den 1. FC Nürnberg. Er will unbedingt Platz fünf erreichen.“ Heißt trotz anders lautender Meldungen aus Hamburg: Der HSV ist weiter im Rennen um einen der begehrtesten Jungprofis der Liga.

Das Pfund, mit dem die Hamburger bei Gündogan und seiner Entourage wuchern, heißt Oenning. Schon in der Jugend beim VfL Bochum setzte der 45-Jährige auf die Dienste des exzellenten Technikers. Als Oenning in Nürnberg zum Chefcoach aufstieg, holte er Gündogan nach und machte ihn zum Bundesliga-Profi. Das Problem: Noch ist unklar, ob der gebürtige Coesfelder in der kommenden Saison überhaupt weiter auf dem Trainerstuhl der Hamburger sitzen wird. Die Tendenz beim Bundesliga-Gründungsmitglied zeigt zwar klar in Oennings Richtung und könnte schon nach dem Spiel gegen Hannover 96 am Samstag fixiert werden. Die Divenhaftigkeit, die der Klub bei seinen Personalentscheidungen zuweilen an den Tag legte, dürfte jedoch auch Gündogan nicht verborgen geblieben sein.

Mehr noch als die Zukunft von Gündogan beschäftigt die BVB-Fans momentan, was mit Mittelfeld-Stratege Nuri Sahin passiert. Dessen Berater Reza Fazeli teilte am Donnerstag mit, die Meldungen über die Ausstiegsklausel seines Mandaten seien „falsch“. Die Existenz der Klausel ist allerdings unstrittig, nur die Höhe der festgeschriebenen Ablösesumme nicht. Denkbar wäre, dass Sahin im Falle eines Wechsels zu einem ausländischen Klub deutlich teurer wäre als die kolportierten sechs Millionen Euro.  

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