150 Menschen feierten den Heiligabend wieder im Castroper Wichernhaus

Tradition

„Heiligabend allein? Das muss nicht sein!“ Das ist seit 1974 das Motto eines ehrenamtlichen Helferkreises, der jedes Jahr am Heiligabend zum gemeinsamen Feiern einlädt. Immer im Wichernhaus.

Castrop

von Christian Beisenherz

, 26.12.2019, 14:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ob einsame Seniorin, Obdachloser oder arme Familie: Den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern ist jeder und jede willkommen.

Ob einsame Seniorin, Obdachloser oder arme Familie: Den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern ist jeder und jede willkommen. © Christian Beisenherz

Elisabeth Süper, seit Jahrzehnten als engagierte Organisatorin mit dabei, bringt den Zweck der Feier auf den Punkt: „Das Besondere der Weihnachtsfeier im Wichernhaus ist für uns, dass Menschen, die im Alltag wenig oder gar keine Berührungspunkte haben, hier zusammen feiern. Und das mit allem, was zu Weihnachten dazugehört: einem Gottesdienst, Weihnachtsliedern, kleinen Geschenken, leckerem Essen und guten Gesprächen.“

Ute Pfahlburger ergänzt: „Ob alleinstehende Ältere, Obdachlose, bedürftige Familien: Sie alle sind willkommen!“ Die Besucher erwartete wie gehabt ein buntes Programm, das feierlich, unterhaltsam und gemütlich sein sollte.

Rouladen mit Kartoffeln und Rotkohl

Rund 150 Menschen haben denn auch wieder einen besinnlichen und leckeren Heiligabend im Wichernhaus erlebt. Wer an diesem Tag nicht allein sein wollte, wer sich eine eigene Feier nicht leisten kann, ist dem Helferkreis willkommen. Ob einsame Seniorin, Obdachloser oder arme Familie: Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer freuen sich auf alle Gäste.

Zum Abendessen gab es diesmal Rouladen mit Kartoffeln und Rotkohl - wieder geliefert von Bols aus Obercastrop. Doch auch die belegten Brötchen und Mettwürstchen fanden noch begeisterte Abnehmer. Und für Musik zum Essen und danach sorgte wieder der Jäzzklupp der Musikschule Recklinghausen.

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Heiligabend im Wichernhaus

150 Menschen feierten an Heiligabend wieder gemeinsam im Castroper Wichernhaus.
26.12.2019
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Rund 150 Menschen haben einen besinnlichen und leckeren Heiligabend im Wichernhaus erlebt.© Christian Beisenherz
Von der Musikschule Recklinghausen kommen sie jedes Jahr ins Castroper Wichernhaus und begleiten die Gäste durch den Nachmittag. Zum Kaffeetrinken als Begleitung, danach wird auch fleißig mitgesungen.© Christian Beisenherz
Ob einsame Seniorin, Obdachloser oder arme Familie: Den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern ist jeder und jede willkommen.© Christian Beisenherz
Der Jäzzklupp lässt sich das Musizieren im Wichernhaus jedes Jahr nicht nehmen.© Christian Beisenherz
Wenn Wolfgang Bartkowiak Mantel und Bart anlegt, „wird’s was geben“. Zunächst eine Weihnachtsgeschichte, und dann für alle Gäste eine bunte, süße Tüte mit Obst, Keksen und Schokolade. Möglich gemacht - wie diese ganze Feier - dank vieler Spenden.© Christian Beisenherz
Der Dank des Helferkreises geht an das Sanitätshaus Frick, Doris Langer vom Sport-Forum, die Bäckerei Auffenberg, das Ev. Krankenhaus, die Heilig-Kreuz-Gemeinde, die Ev. Paulusgemeinde, das Busunternehmen Zeretzke sowie viele privaten Spenderinnen und Spender.© Christian Beisenherz
Die Sängerinnen des Jäzzklupp an Heiligabend im Wichernhaus.© Christian Beisenherz
Um ihn trauert das ganze Team: Detlef Dreyer ist Mitte Dezember völlig überraschend gestorben. Er hat 43 Jahre lang in der Küche mit großer Ruhe für reibungslose Abläufe gesorgt. Kaffee- und Spülmaschine hörten auf sein Kommando. Johannes Beisenherz, der diese Feier 1974 mit gegründet hatte, gedachte seiner: „Wir sind in Gedanken bei Detlefs Familie."© Christian Beisenherz
Der Jäzzklupp lässt sich das Musizieren im Wichernhaus jedes Jahr nicht nehmen.© Christian Beisenherz
Ein kleines Extra-Geschenk bekommt jedes Jahr der älteste Teilnehmer oder die älteste Teilnehmerin der Feier. Mit 96 Jahren war Emilie Klostermann diesmal nicht zu schlagen.© Andreas Knieper
Auch die belegten Brötchen und Mettwürstchen fanden begeisterte Abnehmer: Was Deftiges für den Heimweg oder den späteren Abend.© Christian Beisenherz
Zum Abendessen gab es diesmal Rouladen mit Kartoffeln und Rotkohl - wieder geliefert von Bols aus Obercastrop.© Christian Beisenherz
Pfarrer Arno Wittekind aus der Ev. Paulusgemeinde Castrop richtete besinnliche Worte an die Besucherinnen und Besucher.© Christian Beisenherz
Wer an diesem Tag nicht allein sein möchte, wer sich eine eigene Feier nicht leisten kann, ist willkommen.© Christian Beisenherz
Rund 150 Menschen haben einen besinnlichen und leckeren Heiligabend im Wichernhaus erlebt.© Christian Beisenherz
Von der Musikschule Recklinghausen kommen sie jedes Jahr ins Castroper Wichernhaus und begleiten die Gäste durch den Nachmittag. Zum Kaffeetrinken als Begleitung, danach wird auch fleißig mitgesungen.© Christian Beisenherz
Wenn Wolfgang Bartkowiak Mantel und Bart anlegt, „wird’s was geben“. Zunächst eine Weihnachtsgeschichte, und dann für alle Gäste eine bunte, süße Tüte mit Obst, Keksen und Schokolade. Möglich gemacht - wie diese ganze Feier - dank vieler Spenden.© Christian Beisenherz

Johannes Beisenherz erinnert sich noch an die Anfänge des Heiligabend-Nachmittags: „Ich weiß noch genau, wie wir 1974 die Aktion Heiligabend ins Leben gerufen haben. Damals hätte ich im Traum nicht daran gedacht, dass wir bald die 50. Veranstaltung feiern. Das ist einerseits großartig, dass so viele dabei mitgeholfen haben, die Aktion Jahr für Jahr zu stemmen. Andererseits ist es für eine Wohlstandsgesellschaft wie Deutschland eher beschämend, ein solches Angebot machen zu müssen.“

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Der Dank des Helferkreises geht an das Sanitätshaus Frick, Doris Langer vom Sport-Forum, die Bäckerei Auffenberg, das Ev. Krankenhaus, die Heilig-Kreuz-Gemeinde, die Ev. Paulusgemeinde, das Busunternehmen Zeretzke sowie viele privaten Spenderinnen und Spender, die den Nachmittag erst möglich machen.

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