17-jähriger Castrop-Rauxeler singt in US-Boygroup

Im Interview

Popstar sein, auf der Bühne stehen und die Massen begeistern – das ist der Traum vieler Jugendlicher. Der 17-jährige Castrop-Rauxeler Felix Biernat ist dem Traum schon ein großes Stück näher gekommen. Er ist Mitglied der US-Boygroup „New District“. Fabian Paffendorf sprach mit ihm.

CASTROP-RAUXEL/LOS ANGELES

, 27.02.2016, 05:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
17-jähriger Castrop-Rauxeler singt in US-Boygroup

Die Boyband New District startet gerade in den USA durch. Mit dabei ist auch der 17-jährige Castrop-Rauxeler Felix Biernat (2.v.r.).

Hallo Felix, wie wird man eigentlich Mitglied in einer Boygroup?

Ich habe mich bei Isina.com – einer Internetplattform für musikalische Talente – beworben und wurde nach Los Angeles eingeladen. Dort habe ich durch meine Leistung und mein Talent meine jetzigen Manager Mark Dollar, Jay Khan und Oleg Shmelev beim Casting überzeugen können. Mark Dollar verhalf schon vielen erfolgreichen Stars zum Erfolg. Etwa auch US5 oder Overground. Er arbeitete schon mit Weltstars wie Robin Gibb von den Bee Gees zusammen. Jay Khan war früher selbst ein Bandmitglied der erfolgreichen Boyband US5.

 

Warst du schon vor „New District“ musikalisch aktiv?

In „jungen Jahren“ sollte ich auf Wunsch meiner Großmutter das Geigespielen lernen, brach das aber bald wieder ab. Danach nahm ich Gitarrenunterricht. Singen machte mir jedoch mehr Spaß. Kostproben meines Gesangstalents stellte ich als Videos auf Youtube ein.

 

Hattest du schon immer den Berufswunsch Musiker?

Ich wusste schon von klein auf, dass ich niemals einen „normalen“ Beruf ausüben würde. Musik und Performen lagen mir schon immer im Blut.

 

Wer sind denn deine musikalischen Vorbilder?

Zayn Malik, Chris Brown, David Guetta und Michael Jackson.

Zur Band:
Das Interview mit "New District" in der .

Aktuell gebt ihr als Band viele Interviews für Musik- und  Jugendmagazine. Dort wurde auch geschrieben, dass du gebürtiger Düsseldorfer und nicht Castrop-Rauxeler wärst. Warum?

Das beruht auf einem Missverständnis. Ich war sehr traurig, als da in einem Bericht in einem Magazin plötzlich Düsseldorf stand und nicht Castrop-Rauxel. Ich durfte das meiner Familie und meinen Freunden erst mal erklären. Castrop-Rauxel ist meine Heimat, die Stadt meiner Geburt.

 

Mit der Aufnahme in die Band bist du ja auch Zuhause ausgezogen, wohnst jetzt in den USA. War es schwierig für dich, die alten Freunde, deine Familie einfach so zurückzulassen?

Ja, ich wohne jetzt zusammen mit den anderen Jungs in Los Angeles in einer WG. Meine Familie und Freunde sind damit ganz entspannt umgegangen, weil sie wussten, was ich vorhabe und haben mich immer unterstützt. Und ich selbst war sehr erleichtert, als ich endlich meine Tickets bekam. Es war eher ein Befreiungsschlag für mich.

 

Wie haben deine Familie und deine Freunde reagiert, als sie hörten, dass du jetzt in einer Boygroup bist?

Sie fanden das gut, dass ich im musikalischen Bereich Fuß gefasst habe und haben sich für mich sehr gefreut.

Infos im Internet:
Die Boygroup gibt es auch auf .

Boygroups sind ja ein eher ein Phänomen der 90er-Jahre. Glaubst du, sie sind heute noch zeitgemäß?

Solange es kreischende Mädchen gibt, ja.

 

Wie sieht denn euer typischer Tagesablauf als Band aus?

Wir haben verschiedene Termine, jeder Tag ist anders. Manchmal haben wir einen ganzen Tag Fotoshooting für ein Magazin, besuchen eine Radiostation, haben Choreografietraining oder proben Songs. Wir haben mehrere Tanz- und Gesangslehrer.

 

Wie ist das gemeinsame Leben mit den anderen Jungs, die du ja vorher noch  nicht kanntest?

Es ist genauso, wie wenn man mit vier Brüdern zusammenleben würde. Man liebt sich, man streitet sich. Letztlich haben wir alle das gleiche Ziel – die Musik.

 

Ihr habt ja aktuell eine Cover-Version des Songs „Stitches“ aufgenommen, zu der es auch ein Video gibt. Wie war der Videodreh?

Es war anfangs sehr spaßig und sehr aufregend, aber die Sonne und die Trockenheit machten einem nach neun Stunden Dreh schon zu schaffen. Unsere nächste Single Closer ist übrigens bald auch in Deutschland verfügbar und ein Musikvideo dafür haben wir auch schon gedreht.

 

Was machst du, wenn es mit der Musik nicht klappt?

Für mich existiert eigentlich diese Option nicht, aber wenn es trotzdem so kommen sollte, würde ich in Bangkok, meiner zweiten Heimat, gerne Musik studieren.

 

Hey guys!!! Hollywood Blvd. ???? Such a fun place!!! We can't wait to announce the #1 winner for the #wesingcloser contest on the 12th!!! XOXO

Ein von New District (@_newdistrict_) gepostetes Foto am 8. Feb 2016 um 22:46 Uhr

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