28-Jähriger kassiert bei Ebay-Kleinanzeigen Geld, verschickt aber die Grafikkarte nicht

Ebay-Betrug

Der 28-Jährige kann mit Stressituationen nicht umgehen. Der Richter hat ein Einsehen und macht ihm ein Angebot, um das Verfahren einzustellen.

Castrop-Rauxel

, 04.04.2019, 09:13 Uhr / Lesedauer: 1 min

Kein Beruf, kein Job, wenig Geld. Das Leben läuft für den 28-Jährigen nicht gut, gerät in Stresssituationen aus dem Ruder. Zeitweilig stand er deshalb unter Betreuung, brauchte professionelle Hilfe, um den Alltag zu bewältigen. Mit Stress erklärte er auch eine Situation, die ihn nun vor den Strafrichter gebracht hatte.

Er war angeklagt, im November 2017 über die Internet-Plattform Ebay-Kleinanzeigen eine Grafikkarte verkauft zu haben. 160 Euro hatte ihm der Käufer überwiesen, die Ware aber nie erhalten.

„Ich hab die Karte kurzfristig an einen Kollegen weitergegeben“, sagte der 28-Jährige dazu. Das war ein Tag nach dem Abschluss mit dem Ebay-Käufer. „Warum haben Sie dem Käufer nicht mitgeteilt, dass aus dem Handel doch nichts wird, oder warum haben Sie das Geld dann nicht einfach zurücküberwiesen?“, fragte der Richter.

Käufer soll sein Geld zurückbekommen

Darauf konnte der Angeklagte keine Antwort geben. Er habe sich in einer Stresssituation befunden, hieß es lediglich. Auch, was er mit dem Geld gemacht habe, konnte er nicht sagen.

„Ich möchte in erster Linie sicherstellen, dass der geprellte Käufer sein Geld doch noch zurückbekommt“, sagte der Richter. Und machte dem Angeklagten einen Vorschlag. Sein Deal: Wenn der 28-Jährige dem Geschädigten die 160 Euro binnen eines halben Jahres in Raten zurückzahlt, wird das Verfahren eingestellt.

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