Trotz Plakat mit deutlichen Regeln tagsüber keine Kontrolle in Sicht © Alicia Maselli
Corona

2G-Regel auf Castroper Weihnachtsmarkt: Nicht immer wird kontrolliert

Auf dem Castroper Weihnachtsmarkt gilt die 2G-Regelung – doch wie wird wirklich kontrolliert? Ein Rundgang zeigt: Zu manchen Zeiten nicht allzu streng. Der EUV will nachbessern.

Auf dem Castroper Markt duftet es bereits seit 12. November wieder nach Mandeln und Glühwein. Die Lichter leuchten so hell wie vor der Pandemie – aber eines ist anders: Nur wer gegen das Coronavirus geimpft oder genesen ist und seine Maske in den Schlangen trägt, darf laut jüngster Regelung die kleine Weihnachtsstadt betreten.

Der Weihnachtsmarkt ist eingezäunt. Am Eingang werden Besucherinnen und Besucher plakativ auf die Maskenpflicht sowie einen 2G-Nachweis hingewiesen. Auch einen Ausweis sollen sie bereithalten. Ohne darf das Gelände nicht betreten werden.

Wie stark diese Regeln kontrolliert werden, haben wir nun getestet: Montag (29.11.), 15.30 Uhr. Es herrscht wenig Betrieb auf dem Weihnachtsmarkt – und noch weniger an dessen Eingang. Am Einlass der Weihnachtsstadt steht: niemand. Niemand, der kontrolliert. Das kann, je nach Zeitpunkt, auch durchaus dem entsprechen, was im Vorfeld angekündigt worden war. Vor der Öffnung des Adventszeltes sollten Kontrollen „stichprobenartig“ erfolgen, hatte der EUV mitteilen lassen.

Was aber passiert, wenn nicht kontrolliert wird, sieht man hinter den Zäunen. Auch hier verläuft nicht alles Corona-konform: Nur wenige Besucher tragen einen Mund-Nasen-Schutz. Niemand achtet darauf, Abstand zu halten.

In der Weihnachtsscheune stehen die Menschen gesellig und genießen heißen Glühwein. Fast so, als gäbe es keine Pandemie. Die gemütliche Szenerie lässt es fast so aussehen, als wäre Corona vorbei.


Kontrollen: Unterschied wie Tag und Nacht

Bei unserer zweiten Test-Visite am Abend sieht die Situation anders aus. Zwei kräftige Männer stehen am Eingang und überprüfen die Nachweise. Die Schlange der wartenden Besucher wird länger. Die Männer nehmen die Nachweise von Besucherinnen und Besuchern penibel unter die Lupe. Erst wenn alles stimmt, gibt es das begehrte 2G-Bändchen, das zum Einlass berechtigt.

Mit der Dämmerung – und trotz strenger Einlasskontrolle – ist es noch geselliger in der Weihnachtsscheune geworden. „Es ist eine nette Gesellschaft, aber doch noch unbehaglich, so viele Menschen auf einem Fleck zu sehen“, sagt eine Verkäuferin, „deshalb bleibe ich lieber hier und gehe nur selten rüber“.

Auch die Besucher halten sich offenbar besser an die Regeln. Größtenteils halten sie Abstand und tragen in den Schlangen einen Mund-Nasen-Schutz. Es geht also

EUV nimmt Stellung

Als wir den EUV dazu befragen, teilt Pressesprecherin Sabine Latterner mit, dass bisher „bei stattgefundenen Kontrollen keine Verstöße festgestellt werden“ konnten.

Latterner erklärt noch einmal, dass „die Überprüfung im Hüttendorf stichprobenartig“ erfolgt. Und: „Mit Öffnungszeiten des Zeltes überprüft zudem ein Sicherheitsdienst die 2G-Regel am Zugang.“

Ganz zufrieden ist der EUV allerdings offenbar nicht mit den Ergebnissen unseres Tests. Sprecherin Latterner kündigt an, dass im Vormittagsbereich die Kontrollen verschärft würden. Auch Standbetreiber sollten stichprobenartig die Besucher kontrollieren, teilt sie mit.

Und weiter: „Der kommunale Ordnungsdienst wird weiterhin Kontrollen durchführen.“ Der EUV behalte sich außerdem vor dem Hintergrund der weiteren Entwicklungen Verschärfungen vor.

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