350 Helfer entsorgten Castrop-Rauxels Tannen

Hohe Spendensumme

Vor Weihnachten sind sie heiß begehrt, jetzt haben sie ausgedient. Rund 70 Tonnen Tannenbäume standen am Samstag am Straßenrand im Stadtgebiet. Von vielen fleißigen Helfern wurden sie gegen eine kleine Spende abgeholt, geschreddert und entsorgt. Und an einem Tannenbaum, da hing ein Brief.

CASTROP-RAUXEL

, 10.01.2016, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bei der Tannenbaumsammelaktion 2016 wurde die Freiwillige Feuerwehr von Christina von Lochow (4.v.r.), der Diplompädagogin der Kinderkrebsstation in Datteln unterstützt.

Bei der Tannenbaumsammelaktion 2016 wurde die Freiwillige Feuerwehr von Christina von Lochow (4.v.r.), der Diplompädagogin der Kinderkrebsstation in Datteln unterstützt.

Die jüngste Helferin war vier Jahre alt, der älteste Tannenbaumsammler 83 Jahre. Organisationen wie die Evangelische Kirchengemeinde Schwerin, die Freiwillige Feuerwehr, THW, DLRG, DRK und zwei Kolpingsfamilien sammelten ehrenamtlich.Dabei wurden sie vom Stadtbetrieb EUV unterstützt. Auch einige Landwirte haben ihre Fahrzeuge für die sperrigen Tannen zur Verfügung gestellt.

Kassensturz

Die Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Rauxel-Dorf konnte für die Sammelaktion den größten Erfolg verbuchen. Die 60 Helfer, die mit zwölf Fahrzeugen unterwegs waren, vermeldeten beim Kassensturz am Nachmittag einen Erlös von 3200 Euro. Aber auch eine nette Botschaft erreichte die Helfer.

An einem Tannenbaum hing ein Brief mit dem Text: „Danke für den guten Service. Gut, dass es euch gibt! Nicht jeder ist dazu bereit oder hat dafür Zeit, anderen zur Hand zu gehen.“ 

Eine Helferin, die mit ihrer Tatkraft die Freiwillige Feuerwehr in Castrop unterstützte, war Christina von Lochow. Sie ist zwar kein Mitglied der Feuerwehr, dafür durfte sie aber am Ende der Sammelaktion die Spenden in Höhe von 2933,20 Euro in Empfang nehmen.

Spenden für die Kinderkrebsstation

Von Lochow ist Diplompädagogin, arbeitet im psychosozialen Dienst der Kinderklinik in Datteln. Auf der Kinderkrebsstation ist sie das Bindeglied zwischen krebskranken Kindern mit ihren Eltern und Geschwistern und den Ärzten und Behörden.

„Wir sind sehr froh, dass wir seit Jahren von der Freiwilligen Feuerwehr unterstützt werden“, sagte sie. Außerdem berichtete sie, dass ihre Arbeit zum größten Teil überhaupt nur durch Spendengelder möglich sei. „Die Sammelaktion hat obendrein eine Menge Spaß gemacht“, sagte sie.

Keine Spur von Müdigkeit

Von Müdigkeit nach sechs Stunden Arbeit keine Spur. „Wir sind unterwegs so nett bewirtet worden“, sagte sie. Angehörige der Feuerwehrleute hätten sie mit heißem Tee, Plätzchen und Schokolade versorgt.

Auch die anderen Organisationen stellen alle Einnahmen aus der Tannenbaumaktion einem guten Zweck zur Verfügung. Am Nachmittag vermeldete der EUV einen Gesamterlös von rund 14.000 Euro. EUV-Mitarbeiterin Dhana Stanek erklärte: „Wer seine Spende am Samstag nicht losgeworden ist, kann das per Banküberweisung nachholen“.  

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