40.000 Castrop-Rauxeler bekommen neues Wasser

Änderung bei Gelsenwasser

Bislang hat fast ganz Castrop-Rauxel sein Trinkwasser von den Ruhrwasserwerken aus Essen, Witten und Bochum bezogen. Dies wird sich etwa Ende September ändern. Beim Waschen von Geschirr und Kleidungsstücken müssen Verbraucher sich umgewöhnen.

Castrop-Rauxel

, 15.07.2015, 14:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ende September sollen die Stadtteile Pöppinghausen, Bladenhorst, Habinghorst, Ickern und das komplette Henrichenburger Gebiet ihr Trinkwasser aus dem Wasserwerk in Haltern beziehen. Aktuell erhalten nur Becklem und der nordöstliche Teil Henrichenburgs Wasser aus diesem Werk.

Das südliche Stadtgebiet wird auch nach der Umstellung weiterhin überwiegend von den Ruhrwerken versorgt. Einzelne Straßen sind von der Änderung nicht betroffen. Welche das sind, können Kunden im Internet (siehe unten) oder vor Ort im Kundenbüro der Stadtwerke Castrop Rauxel, Lönsstraße 12, erfahren.

Haltern muss für Bochum übernehmen

Grund für diese Umstellung ist die Verlegung der sogenannten Wassergrenze Haltern/Ruhr. Diese wird in Richtung Bochumer Stadtgebiet verschoben. Denn: Das nicht modernisierte Wasserwerk Bochum-Stiepel wird stillgelegt. Das Werk Haltern muss diesen Wegfall für den Raum Herne, Castrop-Rauxel und Waltrop kompensieren.

„Die Ruhrwasserwerke Witten und Essen schaffen das nicht alleine“, sagt Stefan Sanft von Gelsenwasser. Das Versorgungsgebiet Haltern werde ausgedehnt, das der Ruhrwasserwerke verkleinert. Der Zeitpunkt der Umstellung hänge mit der Inbetriebnahme einer neuen Trinkwasserleitung aus Richtung Wasserwerk Witten nach Bochum ab.

Etwa 40.000 Kunden in Castrop-Rauxel werden von der Umstellung des Versorgungsgebiets betroffen sein. „Kaum ein Kunde wird die Umstellung bemerken“, sagt Andreas Palm, technischer Leiter der Betriebsredaktion Recklinghausen. Doch die Bürger müssen hier und da Gewohnheiten umstellen. „Die Trinkwasserqualität bleibt jedoch unverändert gut“, so Sanft.

Das neue Wasser ist härter

Aber: Halterns Wasser ist härter als das der Ruhrwerke. Der Härtegrad des Wittener Wassers beträgt „weich“, der des Halterners „mittel“. Beim Wäschewaschen und dem Geschirrspülen müssen Kunden die Dosierung der Reinigungsmittel ändern. Bei härterem Wasser muss in jedem Fall mehr Waschpulver in die Maschine gegeben werden. „Hinweise dazu liefern Informationen auf den Packungen“, so Palm.

In den nächsten Wochen werden weitere Maßnahmen getroffen. Die bisherige Wassergrenze wird und ist zum Teil schon von Gelsenwasser durchgespült worden, um alte Stoffe am Boden der Rohre zu lösen. In den Leitungen der neuen Wassergrenze werden alle Stau-Armaturen auf ihre Funktion getestet.

So verlaufen die alte und die neue Wassergrenze:

Service für Kunden
Bei Fragen können sich Kunden telefonisch unter Tel. (0800) 1 99 99 10 an Gelsenwasser wenden.
In Castrop-Rauxel ist vor Ort der Ansprechpartner das Kundenbüro der Stadtwerke, Lönsstraße 12, Tel. (02305) 94 77 11.
Informationen zur Trinkwasserqualität des Halterner Wasserwerks sind im Internet zu finden unter  .

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