Aapwiesen: Flüchtlingsunterkunft kommt doch

Nach Auflösung der Zeltstadt

Die Flüchtlingszeltstadt an der Habinghorster Straße wird Ende 2016 geschlossen. Da Castrop-Rauxel ab 2017 jedoch wieder mehr Flüchtlinge aufnehmen soll, kommt nun ein zeitweilig storniertes Projekt wieder auf die Agenda: der Umbau der ehemaligen Grundschule an der Marienburger Straße.

ICKERN

, 01.09.2016, 16:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Aapwiesen: Flüchtlingsunterkunft kommt doch

Aus der ehemaligen Grundschule Marienburger Straße soll eine Flüchtlingsunterkunft werden.

Nach der angekündigten Auflösung der vom Land betriebenen Flüchtlingszeltstadt an der Habinghorster Straße Ende 2016 werden Castrop-Rauxel ab 2017 wieder mehr Flüchtlinge zugewiesen. Aus diesem Grund wird der bereits im November 2015 angekündigte Umbau der ehemaligen Grundschule an der Marienburger Straße zu einer Flüchtlingsunterkunft jetzt vorangetrieben.

Die Reaktivierung des zeitweilig stornierten Projekts hat Bürgermeister Rajko Kravanja jetzt in einem Schreiben an die Anwohner der Ickerner Aapwiesen angekündigt.

Erst vor wenigen Wochen beschlossen

Weitere Einzelheiten ließ er zunächst offen: „Wann genau wir das Gebäude letztlich in Betrieb nehmen, kann ich Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht mitteilen, ebenso wenig den Zeitpunkt der Inbetriebnahme des benachbarten Pavillons“, heißt es wörtlich in dem Schreiben.

Die Bezirksregierung hatte die mit 438.000 Euro veranschlagte Umrüstung der 2007 geschlossenen Grundschule in unmittelbarer Nachbarschaft der Janusz-Korczak-Gesamtschule (JKG) erst vor wenigen Wochen gebilligt. Bereits fertiggestellt und somit stante pede bezugsfertig ist der benachbarte ehemalige Pavillon der JKG.

Zahl der Flüchtlinge noch unklar

Nach Angaben der Stadtverwaltung können dort 120 Menschen untergebracht werden, in der früheren Grundschule rund 140. In der Großnotunterkunft sinken die Flüchtlingszahlen, aktuell sind dort noch knapp 300 Menschen untergebracht. Mit wie vielen Menschen die Stadt nach dem Ende des Lagers rechnen muss, ist derzeit noch unklar. Für den Umbau des ausgemusterten Schulgebäudes sind neun Monate an Zeitbedarf vorgesehen, sodass ein Bezug frühestens im Sommer 2017 erfolgen könnte.

Die Wohnstandards in Ickern sind so angelegt, dass sie durchaus auch für eine mittelfristige Unterbringung geeignet sind. Gleichzeitig steht das Wort des Bürgermeisters, rund 300 Neubauwohnungen für sozial Schwächere, also auch Flüchtlinge, errichten zu wollen. Wo damit begonnen wird, soll noch in diesem Jahr bekannt gegeben werden.

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