Alle wollen die Petrikirche erhalten – Verkaufsverhandlungen laufen

Evangelische Gemeinde

Die Evangelische Kirchengemeinde will die Petrikirche verkaufen. Aber einen Abriss möchte sie verhindern. Wie die Stadt. Gibt es eine Chance, die Kirche, die 110 Jahre alt wird, zu erhalten?

Habinghorst

, 16.09.2020, 11:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Petrikirche im März 2020: Die Evangelische Gemeinde Habinghorst nutzt sie derzeit noch, möchte sie aber mitsamt Grundstück und Gemeindehaus verkaufen. Weil sie laut Gemeinde sanierungsbedürftig ist, befürchten viele einen Abriss. Den will aber weder die Stadt noch die Gemeinde.

Die Petrikirche im März 2020: Die Evangelische Gemeinde Habinghorst nutzt sie derzeit noch, möchte sie aber mitsamt Grundstück und Gemeindehaus verkaufen. Weil sie laut Gemeinde sanierungsbedürftig ist, befürchten viele einen Abriss. Den will aber weder die Stadt noch die Gemeinde. © Tobias Weckenbrock

Es gibt viele Gerüchte, und auch unsere Redaktion hat sich zu einer Falschmeldung hinreißen lassen: Nach der Verschmelzung der Evangelischen Kirchengemeinden im Norden Castrop-Rauxels zu einer hatten wir geschrieben, die Petrikirche in Habinghorst werde nicht mehr genutzt. Das ist nicht richtig, die ehemalige „Ev. Kirchengemeinde Habinghorst“ nutzt den markanten Bau weiterhin für Gottesdienste.

Aber sie plant einen Umzug. Denn es gibt Sanierungsbedarf des 109 Jahre alten Kirchbaus, den Pfarrer Sven Teschner auf 750.000 Euro bezifferte. Die Kirche mit ihren rund 400 Sitzplätzen sei einfach zu groß für die Gemeinde, deren Mitglieder- und Kirchbesucherzahl zurückgegangen ist.

„Wir planen den Verkauf“

„An unseren Plänen hat sich nichts geändert“, sagt Pfarrer Sven Teschner. „Wir planen, die Petrikirche und das Gemeindehaus an der Wartburgstraße samt Grundstücken zu verkaufen und sind in Verkaufsverhandlungen.“

Er tritt Abriss-Gerüchten entgegen: „Das Ziel ist es nach wie vor, das Kirchgebäude zu erhalten. Hier gibt es keinen neuen Sachstand“, so Teschner. Der Plan, auf die Lange Straße zu gehen, ein Ladenlokal anzumieten, in dem das Café Q, ein Begegnungsraum und ein Andachtsraum ihren Ort finden sollen, und die Stadtteilarbeit mit Kooperationspartnern zu intensivieren, sei weiter aktuell. Aber vorher müsse der Verkauf stehen, „da wir erst dann in der Lage sein werden, diesen Plan umzusetzen“, so Teschner.

Auch die Stadt betonte mehrfach, man würde die Kirche gern erhalten wissen.

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