Alt-Bürgermeister spendet Geld an Tierschutz

Nach Abschiedsfeier der Verwaltung

Bürgermeister Johannes Beisenherz verabschiedete sich von seinem Amt in Castrop-Rauxel. Doch statt der üblichen Blumen wollte der Politiker lieber eine Geldspende. Die ist natürlich nicht in den eigenen Sparstrumpf gewandert. Zwei soziale Projekte durften sich über eine großzügige Geldspende freuen.

CASTROP-RAUXEL

, 11.12.2015, 05:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Johannes Beisenherz hat eine Spende an Elke Balz (l.) vom Refugium für Tiere und an Marianne Scheer vom Wildgehege übergeben.

Johannes Beisenherz hat eine Spende an Elke Balz (l.) vom Refugium für Tiere und an Marianne Scheer vom Wildgehege übergeben.

Die Gäste der Feier bedankten sich bei ihm mit vielen großzügigen Spenden. Insgesamt kamen 2450 Euro zusammen. 1300 Euro gehen an Elke Balz und das Refugium für Tiere in Not, 1150 Euro an Marianne Scheer und das Wildgehege.

Die Stadtverwaltung hatte Alt-Bürgermeister Johannes Beisenherz einen Abschied im Rathaus bereitet. „Auf persönliche Geschenke habe ich dabei aber verzichtet“, sagt Beisenherz. „Lieber wollte ich Geld sammeln und spenden.“

Wildgehege sei ihm persönlich ans Herz gewachsen

Dass dieses Mal in erster Linie Tiere bedacht werden, finden alle Beteiligten außergewöhnlich, aber auch anerkennenswert. „Das Refugium steht immer im Halbschatten der Öffentlichkeit. Doch Elke Balz und viele Ehrenamtliche, auch Jugendliche, engagieren sich und leisten dort tolle Arbeit“, begründet Beisenherz seine Wahl.

Und das Wildgehege Grutholz sei ihm sowieso schon lange persönlich ans Herz gewachsen. Er ist froh, nicht nur das Wildgehege, sondern auch ein Stück Naherholungsgebiet erhalten zu haben. „Hier haben vor allem Familien ein Ziel, das nichts kostet“, sagt Marianne Scheer.

Böden müssen erneuert werden

Das Geld kommt in beiden Einrichtungen genau zur richtigen Zeit. Elke Balz und Marianne Scheer haben die Spende schon fest verplant. Im Wildgehege muss weiterer Schotter aufgetragen werden, damit die Tiere nicht so tief im Matsch stehen. „Vor allem am Leckstein und an den Futterraufen brauchen wir noch Schotter“, sagt Marianne Scheer.

Auch das Refugium benötigt das Geld für einen neuen Bodenbelag. Das Gelände der Esel soll mit sogenannten Fallschutzplatten ausgestattet werden. Und diese Platten sind teuer. Eine Hälfte ist bereits seit vergangenem Jahr fertig, dank der Spende ist jetzt die zweite Hälfte dran. „Wir haben einen fußkranken Esel“, sagt Elke Balz. „Damit er schmerzfrei laufen kann, benötigen wir die speziellen Platten.“ 

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