Bürgerbeteiligung

Altstadtring: Neue Kreuzungen und zwei breite Fahrspuren für Radfahrer

Für Radfahrer bricht ein neues Zeitalter an. Ab Frühjahr 2022 saniert Straßen.NRW den Altstadtring in Castrop-Rauxel. Bürger können jetzt Hinweise, Anregungen und weitere Ideen beisteuern.
Straßen.NRW saniert ab Frühjahr 2022 den Altstadtring in Castrop-Rauxel. Im Zuge dessen will die Stadt den Verkehr für Fahrräder und Kraftfahrzeuge komplett neu organisieren.
Straßen.NRW saniert ab Frühjahr 2022 den Altstadtring in Castrop-Rauxel. Im Zuge dessen will die Stadt den Verkehr für Fahrräder und Kraftfahrzeuge komplett neu organisieren. © Jens Lukas (Archiv)

Straßen.NRW saniert ab Frühjahr 2022 den Altstadtring in Castrop-Rauxel. Neben der Fahrbahndecke und den Brücken stehen dabei vor allem Verbesserungen für Fahrradfahrende im Vordergrund. Bis zum 8. August können Bürger der Europastadt in einem Beteiligungsverfahren online ihre Wünsche äußern. Darauf weist die Stadt in einer Pressemitteilung hin.

Der Altstadtring führt als mehrspurige Fahrbahn in einer langgezogenen S-Kurve westlich um die Castrop-Rauxeler Altstadt. Er verbindet den Engelsburgplatz im Norden mit der Bochumer Straße im Süden. Da der Ring eine Landesstraße ist, liegt die Verantwortung beim Landesbetrieb Straßenbau, kurz: Straßen.NRW.

Gleichzeitig plant die Stadtverwaltung, die Verkehrssicherheit und die Nahmobilität, insbesondere die Verkehrsführung für Radfahrende, zu verbessern. „Diese Maßnahme wird ein wichtiges Element auf dem Weg zu einer fahrradfreundlichen Kommune sein, so dass eine große Maßnahme aus dem Nahmobilitätskonzept umgesetzt werden könnte“, betont Stadtbaurätin Bettina Lenort.

Neue Straßenaufteilung macht den Radverkehr sicherer

Im Rahmen der Bürgerbeteiligung stellen Stadt und Straßen.NRW das grundsätzliche Konzept zur Neuaufteilung des Straßenquerschnitts vor. Auf dem heute vierspurigen Altstadtring sollen für Kraftfahrzeuge nur noch zwei Fahrspuren zur Verfügung stehen. Fahrradfahrer können nach dem Umbau in beiden Richtungen breite Radfahrstreifen nutzen.

Im Februar 2021 herrschte auf dem Altstadtring Schlagllochalarm.
Im Februar 2021 herrschte auf dem Altstadtring Schlagllochalarm. © Matthias Langrock (Archiv)

„Eine neue Straßenaufteilung mit einer Fahrspur für Kraftfahrzeuge pro Fahrtrichtung und weitere Maßnahmen ermöglichen es, das Angebot für den Radverkehr hier sicherer zu gestalten und deutlich zu verbessern“, sagt Verena Reuter, Leiterin des Bereichs Stadtentwicklung und Statistik.

Wesentliche Änderungen soll es im Bereich Herner Straße geben: Zur Verbesserung der Sichtverhältnisse führen die Rampen von der Herner Straße künftig in einem neuen Winkel auf den Altstadtring. „Dabei ändert sich dann auch die Vorfahrtsituation“, heißt es in der Pressemitteilung.

Kreuzungen erhalten Aufstellflächen für Radfahrende

Eine Castrop-Rauxeler Premiere erwartet die Radfahrer an den Kreuzungen Widumer Straße/Erinstraße und Holzstraße/Obere Münsterstraße. Die Kreuzungen erhalten Aufstellflächen zum indirekten Linksabbiegen für Radfahrer.

Zusätzlich plant die Stadt eigene Ampelanlagen, mit denen Radfahrende getrennt vom Kraftfahrzeugverkehr, allerdings auf der Fahrbahn in die Nebenrichtungen abbiegen können.

Am Engelsburgplatz in Castrop-Rauxel ereignete sich einer von zahlreichen Unfällen am Wochenende.
Am Engelsburgplatz ereignete sich einer von zahlreichen Unfällen am Wochenende. © RVR 2019 Aerowest / Meixner

Für den Engelsburgplatz in Fahrtrichtung B235 existieren derzeit noch verschiedene Planungsvarianten. Sie sehen die Radverkehrsführung entweder auf der Fahrbahn mittels Radfahrstreifen oder auf dem Gehweg vor.

Bürger können Hinweise, Anregungen und weitere Ideen beisteuern

In einem weiteren Planungsschritt nimmt die Stadt die Leistungsfähigkeit des künftigen Verkehrsflusses und der Kreuzungen unter die Lupe. In Computersimulationen fließen neben dem Planungskonzept die gemessenen Verkehrsstärken ein. „So werden die möglichen Veränderungen im Verkehrsfluss für den Radverkehr und den motorisierten Verkehr deutlich und können bewertet werden“, heißt es.

Bis zum 8. August können Bürgerinnen und Bürger die Pläne für den Altstadtring online kommentieren. Für Hinweise, Anregungen und weitere Ideen steht die Beteiligungsplattform Consul unter https://mitmachen.castrop-rauxel.de/Altstadtring zur Verfügung.

„Sämtliche Mitteilungen werden gesichtet und fachlich geprüft und fließen je nach Beurteilung durch die Experten in die weitere Planung mit ein“, schreibt die Stadtverwaltung. Für weitere Fragen und Informationen zum Thema können sich Interessierte per E-Mail an stadtentwicklung@castrop-rauxel.de wenden.

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