Ampelprovisorium in Henrichenburg soll einer Dauerlösung weichen

rnKreuzung Wartburg-/Freiheitstraße

Die Entscheidung war überfällig. Nun ist klar, ob ein Kreisverkehr an der Kreuzung Wartburg-/Freiheitstraße gebaut wird oder nicht. Die Kommunikation dazu irritiert Ratsherr Josef Berkel.

Henrichenburg

, 27.07.2020, 08:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Jahren steht in Henrichenburg eine provisorische Ampel an der Kreuzung Wartburg-/Freiheitstraße. Nicht nur die CDU hatte sich an dieser Stelle einen Kreisverkehr gewünscht. Am 19. September 2019 hatte die CDU-Fraktion im Betriebsausschuss 3 (Bauen, Verkehr und Sport) daher einen entsprechenden Antrag gestellt.

Darin heißt es: Die Stadt möge prüfen, ob dort ein Kreisverkehr realisierbar ist. Da durch die noch anstehende Erneuerung der Emscherbrücke die Wartburgstraße ohnehin gesperrt werden müsse, solle man die Gelegenheit nutzen, eine Dauerlösung zu schaffen. Die provisorische Ampel verursache obendrein „erheblichen Mietkosten“.

Prüfauftrag einstimmig

In der Betriebsausschuss-Sitzung ergab sich, dass die Verwaltung bereits dabei ist, das Thema mit dem Kreis Recklinghausen zu erörtern. Der B3 begrüßte das Verwaltungshandeln einstimmig, wie aus den Sitzungsunterlagen hervorgeht.

Absperrbaken sorgen dafür, dass Radfahrer nicht ungebremst über den Fahrradweg preschen, sondern an der Fußgängerampel halten müssen. Zudem sollen die Baken Radfahrer und Fußgänger schützen, die hier dem fließenden Verkehr recht nahe kommen.

Absperrbaken sorgen dafür, dass Radfahrer nicht ungebremst über den Fahrradweg preschen, sondern an der Fußgängerampel halten müssen. Zudem sollen die Baken Radfahrer und Fußgänger schützen, die hier dem fließenden Verkehr recht nahe kommen. © Christian Püls

„Die Ampel steht da bestimmt schon fünf oder sechs Jahre“, erklärt der Becklemer Ratsherr und Ausschussmitglied Josef Berkel im Gespräch mit der Redaktion. Die provisorische Lichtzeichenanlage war eingerichtet worden, nachdem die Verkehrsführung der Wartburgstraße – durch die Verbreiterung des Rhein-Herne-Kanals und den damit einhergehenden Brücken-Neubau – geändert wurde, was die Übersichtlichkeit der Kreuzung beeinträchtigt.

Entscheidung ist gefallen

Der Kreis Recklinghausen hat nun entschieden, den von der CDU favorisierten Kreisverkehr wird es nicht geben. Berkel ist zwar enttäuscht, findet die Entscheidung aber in der Sache richtig. „Die Fläche fällt an der Stelle zu stark ab, hat man mir erklärt, beladene LKW könnten daher beim Durchfahren des Kreisverkehrs umkippen“, sagt Berkel. Außerdem sei die Fläche zu klein.

Ein Kreisverkehr wird das Provisorium nicht ablösen. Dafür fällt die Wartburgstraße in Richtung Südern als auch die Freiheitstraße zu steil ab. Beladene LKW könnten beim Durchfahren eines Kreisverkehrs an dieser Stelle umkippen. So soll eine Ampel mit intelligenter Schaltung dort in Zukunft ihren Dienst verrichten.

Ein Kreisverkehr wird das Provisorium nicht ablösen. Dafür fällt die Wartburgstraße in Richtung Südern als auch die Freiheitstraße zu steil ab. Beladene LKW könnten beim Durchfahren eines Kreisverkehrs an dieser Stelle umkippen. So soll eine Ampel mit intelligenter Schaltung dort in Zukunft ihren Dienst verrichten. © Christian Püls

Stattdessen soll nun an der Kreuzung eine fest installierte Ampel errichtet werden. Sie soll mit einen intelligenten Schaltung ausgerüstet sein, die auf das Verkehrsaufkommen reagiert. Bislang gibt es an der Stelle häufiger Rückstaus.

Nicht nachvollziehbar findet Berkel, dass er nur durch einen Zufall von der Entscheidung erfahren habe. Als er vor rund vier Wochen wegen eines Warnschildes an anderer Stelle der Wartburgstraße vorgesprochen habe, kam auch der Kreisverkehr zur Sprache. „Das darf nicht passieren, dass wir nicht nicht informiert werden“, beschwert sich Berkel. Er sieht die Verantwortung dafür bei der Castrop-Rauxeler Verwaltung.

Vorsicht Radfahrer

Das Warnschild fordert Berkel übrigens, weil Radfahrer vom Ortskern kommend, unvorsichtig vom Radweg in die Wartburgstraße einbiegen, um zur Industriestraße zu gelangen. „Da braucht es ein Warnschild“, so Berkel, „da spielen sich Szenen ab, da wird einem schwindelig.“

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