Angeklagte glänzen im Prozess um den falschen 500-Euro-Schein erneut durch Abwesenheit

Falschgeld

Die Fortsetzungsverhandlung in Sachen eines falschen 500-Euro-Scheines war nicht ergiebig. Nur eine einzige Zeugin war am Amtsgericht erschienen. Der Angeklagte sieht sich als Opfer.

Castrop-Rauxel

, 10.04.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Angeklagte glänzen im Prozess um den falschen 500-Euro-Schein erneut durch Abwesenheit

Im Prozess dreht sich alles um einen falschen 500-Euro-Schein. © picture alliance / Jens Kalaene/

Zur Erinnerung: Angeklagt ist ein 33-jähriger Mann, der einen gebrauchten Audi A3 kaufen wollte und diesen, wie die Verkäufer feststellten, mit einem gefälschten Geldschein anzahlte.

Doch der Angeklagte sieht sich selbst als Opfer. Der Gebäudereiniger hatte in der Hauptverhandlung angegeben, zur Finanzierung des Audi-Kaufs zuvor seinen Wohnwagen verkauft zu haben – für 7000 Euro. Dafür habe er 14 500-Euro-Scheine bar auf die Hand erhalten, sagte er.

Nur der zur Anzahlung benutzte Schein war falsch

Ausgerechnet der zur Anzahlung benutzte stellte sich als Fälschung heraus, den anderen Scheinen wurde von einer Bank Echtheit bestätigt. „Der Käufer hat gesagt, die Scheine seien direkt von der Bank“, hatte der Angeklagte ausgesagt.

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Gefragt werden, konnten die Käufer noch nicht, ihre Ladung in den Zeugenstand war nicht zugestellt worden. Und die Ehefrau des Angeklagten konnte kaum zur Aufklärung beitragen. „Geldsachen macht mein Mann“, sagte die 31-Jährige.

Sie sei wohl beim Verkauf dabei gewesen, habe einen Blick ins Kuvert mit dem Geld getan, aber mehr nicht. Der anschließende Autokauf sei Sache ihres Mannes gewesen.

Erhöhtes Ordnungsgeld für das Fernbleiben

Bleiben als Zeugen die Autoverkäufer. Drei an der Zahl. Sie waren beim ersten Verhandlungstermin unentschuldigt ferngeblieben. Was ihnen ein Ordnungsgeld von 150 Euro einbrachte. Das hat scheinbar wenig Wirkung gezeigt. Es gab einen Anruf mit der Auskunft, dass einer von ihnen noch ein paar Tage im Ausland weile, doch auch die anderen glänzten durch Abwesenheit.

Das veranlasste den Richter nun, wiederum ein Ordnungsgeld zu verhängen. 300 Euro waren es diesmal. Und dazu die Anordnung, das Trio zum nächsten Fortsetzungstermin in drei Wochen polizeilich vorführen zu lassen. Damit endlich ein Urteil gefällt werden kann.

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