Anmelder der Mahnwache Fridays gegen Altersarmut sagt, er freue sich auf die Gegen-Demo

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Der erste „Friday gegen Altersarmut“ ist gekommen. Unter dem Dach der umstrittenen bundesweiten Initiative, der rechte Verbindungen nachgesagt werden, findet auch eine Mahnwache in Castrop statt.

Castrop-Rauxel

, 24.01.2020, 08:37 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Castrop-Rauxeler Thomas Karwath hat vor einigen Wochen bei der Polizei eine Mahnwache angemeldet: Unter dem Motto „Fridays gegen Altersarmut“ ruft er die Menschen auf, gegen Armutstendenzen zu demonstrieren.

Daran ist erst einmal nichts verwerfliches - aber die bundesweit aktive Gruppierung, entstanden im Internet-Netzwerk Facebook, ist umstritten. Eine Nähe zu rechtspopulistischen Thesen und Köpfen ist zumindest nicht von der Hand zu weisen. Der Anmelder Thomas Karwath aus Castrop-Rauxel sagte im Interview, er habe mit Rechtsextremismus nichts am Hut. Doch es wird eine Gegenkundgebung geben.

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Die letzten Infos im Überblick:

  • Am 24. Januar findet zwischen 16 und 17.30 Uhr eine Mahnwache „Fridays gegen Altersarmut“ auf dem Marktplatz statt. Der Anmelder erwartet 45 Teilnehmer.
  • „Die Partei“ hat eine Versammlung mit etwa 20 Teilnehmern in der Zeit zwischen 16 und 18 Uhr angemeldet.
  • Die Polizei sagte auf Nachfrage am Donnerstag, dass konkrete Hinweise auf Störungen oder ein sonstiges Gefährdungspotenzial nicht bestehen. Karwath hatte die Befürchtung geäußert, dass möglicherweise Gegenstände fliegen könnten. „Die Polizei wird vor Ort sein“, erklärte Sprecherin Ramona Hörst.
  • Thomas Karwath schrieb auf Facebook, dass die Teilnehmer Kerzen mitbringen und sich dunkel anziehen sollten. „Wir tragen nämlich die Rente zu Grabe.“ Eine Mahnwache habe an sich, dass sie ruhig verliefe. Fahnen oder politische Botschaften seien unerwünscht.
  • Die Demo zur gleichen Zeit erwähnt er auch: „Demos sind laut und provozierend. Egal, wer da für die Verelendung Deutschlands demonstriert, das geht uns mit unserer Mahnwache nichts an.“ Und: „Als Bürger freue ich mich sehr auf die Gegendemo. Es kann nie zu viel Demokratie geben.“

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