Anschlag auf zukünftige Flüchtlings-Unterkunft

In Castrop-Rauxel

Auf das ehemalige Jugendzentrum in Deininghausen ist Samstagabend ein Anschlag verübt worden. Wie die Polizei bestätigte, haben der oder die Täter kurz vor 23 Uhr versucht, mit einem Brandbeschleuniger Feuer in einem Raum zu entfachen. In das Gebäude sollen bald Flüchtlinge einziehen.

DEININGHAUSEN

, 01.11.2015, 13:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Anschlag auf zukünftige Flüchtlings-Unterkunft

Auf das ehemalige Jugendzentrum in Deininghausen wurde Samstagabend gegen 23 Uhr ein Anschlag verübt.

Menschen kamen beim Anschlag nicht zu Schaden. Bekanntlich sollen in Kürze Flüchtlinge in dem lange Zeit nicht genutzten Gebäude an der Dresdener Straße untergebracht werden. Die Stadt hat es dafür seit einigen Tagen herrichten lassen.

Die Polizei ermittelt in alle Richtungen. Der Staatsschutz ist eingeschaltet. Ob es sich bei dem Anschlag um einen fremdenfeindlichen Hintergrund handelt, steht noch nicht fest.

Polizei und Feuerwehr waren schnell vor Ort

Nach Angaben der Polizei ist es dem schnellen Eintreffen von Feuerwehr und Polizei zu verdanken, dass „es gar nicht richtig gebrannt hat“, so ein Sprecher wörtlich.

Eine Frau aus der Nachbarschaft hatte die Feuerwehr alarmiert und davon gesprochen, dass es am ehemaligen D-Town so qualme. Der oder die Täter hatten eine Scheibe eingeworfen. Das Gebäude ist laut Polizei-Auskunft beschlagnahmt.

Konsequenz: Sicherheitsdienst für das Gebäude

Mitarbeiter des städtischen Bereichs Soziales gucken sich im Laufe des Sonntags die Situation vor Ort an. Als erste Konsequenz soll ein Sicherheitsdienst installiert werden, der Tag und Nacht im Einsatz sein wird.

Der bisher letzte Brandanschlag in Castrop-Rauxel passierte vor knapp zwei Jahren, als kurz hintereinander Molotow-Cocktails in zwei Häuser an der Ohmstraße geworfen wurden.

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