Neubaugebiet

Archäologen finden am Emscherufer drei beschädigte Stabbrandbomben

Bei archäologischen Ausgrabungsarbeiten, die derzeit laufen, sind in dem neuen Baugebiet „Am Emscherufer“ in Castrop-Rauxel drei beschädigte Stabbrandbomben gefunden worden.
Solche Stabbrandbomben wurden jetzt zwischen Heerstraße und Emscher im Neubaugebiet "Am Emscherufer" gefunden. © Stadt Castrop-Rauxel

Nachdem der Stadtrat schließlich vor der Sommerpause die letzten Weichen für das lange Zeit umstrittene Neubaugebiet „Am Emscherufer“ gestellt hatte, laufen dort die nötigen Arbeiten, um das Baugebiet vorzubereiten und zu erschließen.

Der Herner Projektentwickler Torsten Velhorst von der Firma Dreigrund hatte den Zeitplan für das Baugebiet rund um die alte Eiche, die die Gebietsentwicklung lange ausgebremst hatte, im Gespräch mit unserer Redaktion bereits im Frühjahr 2021 erläutert: Im Sommer wollte man mit den Feldarbeiten starten, „danach kann die Erschließung folgen und im Frühjahr 2022 kann es dann richtig losgehen mit dem Hausbauen“, so Velhorst.

Liegen hier geschichtsrelevante Dinge?

Zu den nötigen Untersuchungen eines solchen Gebietes im Vorfeld einer Erschließung und Bebauung gehört immer auch eine Untersuchung nach archäologischen Gesichtspunkten: Liegen auf dem Gelände unter Umständen versteckte Erinnerungen an alte Zeiten, die nach einer Bebauung unwiderruflich verloren wären? Das gilt es auszuschließen.

Und so buddeln am Emscherstrand gerade die Archäologen den Boden durch. Dabei stießen sie nun auf drei beschädigte Stabbrandbomben aus dem Zweiten Weltkrieg. Wie die Stadt mitteilte, habe der Kampfmitteräumdienst diese Überreste am späten Mittwochnachmittag (20.10.) geborgen und geräumt.