Auf einen Blick: Fakten zum Emscher- und Dükerumbau an der Wartburginsel

HENRICHENBURG Es ist ein Bauprojekt der Superlative: das Wasserkreuz Castrop-Rauxel, das im Zuge des Ausbaus des Rhein-Herne-Kanals enstehen wird. Der Startschuss für das Millionenprojekt an der Wartburginsel ist nun gefallen. Die Vorarbeiten für die Mega-Baustelle sind fast abgeschlossen. Der Technische Beigeordnete Heiko Dobrindt erläuterte am Mittwochabend auf der Wartburginsel die geplanten Maßnahmen.

von Von Christoph Witte

, 12.09.2008, 07:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Technische Beigeordnete Heiko Dobrindt erklärte auf Einladung der CDU Henrichenburg die Baumaßnahmen.

Der Technische Beigeordnete Heiko Dobrindt erklärte auf Einladung der CDU Henrichenburg die Baumaßnahmen.

Ausbau Rhein-Herne-Kanal:

Der Kanal wird von der Mündung im Osten in den Dortmund-Ems-Kanal bis zum Rhein bei Duisburg für den Schiffverkehr verbreitert. Aktuell beginnt der Ausbau von Los 7 in Henrichenburg auf einer Länge von einem Kilometer. Davon betroffen sind die Wartburginsel und der Emscherdurchlass.

Der Kanal wird auf vier Meter vertieft und auf der Ostseite gegenüber der Wartburginsel um 20 auf 55 Meter verbreitert. Nördlich der Wartburgbrücke wird der Kanal auf 42 Meter verbreitert. Die Folge sind weitere Bauvorhaben wie:

Neubau Emscherdurchlass bis 2012:

Der 81 Jahre alte Düker wird durch einen 85 Meter langen Neubau 200 Meter nördlich ersetzt. Die Vorarbeiten laufen, demnächst wird die Feldwegbrücke abgebrochen. Für die Anbindung an das neue Durchlassbauwerk muss auf ca. 700 Meter Länge ein neues Gewässerbett für die Emscher gebaut werden. Kosten: rund 31 Mio. Euro. Der alte Emscherverlauf bleibt als Stillgewässer bestehen

Bodenablagerung:

330 000 Tonnen Bodenaushub fallen an. Davon wird u.a. der westliche Teil der alten Emschertrasse verfüllt. Die Wartburginsel wird kleiner, zum Leidwesen der Vereine an der Südspitze. Auf maximal neun Metern Höhe wird Im Ochsenkamp im Westen bis zu neun Meter Aushub aufgeschüttet und zu einer Hügellandschaft modelliert.

Zudem wird an der Ostseite (Torfheider Bach) zwischen Kanal, Emscher und Wartburgstraße die bisher landwirtschaftliche Nutzfläche um drei Meter auf Kanal-Niveau angehoben.

Neubau Wartburgbrücke ab 2013:

Der Kanalausbau erfordert eine größere Spannbreite und eine größere Durchfahrtshöhe der Wartburgbrücke. Die vorhandene Brücke wird ein Stück weiter nördlich durch eine neue Stabbogenbrücke (60 Meter Spannbreite, lichte Höhe 5,25 Meter) ersetzt. Es wird künftig nur noch einen Rad- und Gehweg auf der Nordseite geben, der über Rampen an die Betriebswege des Kanals angebunden ist.

Verlegung Torfheider Bach:

Der ehemalige Mottbach erhält ab der Wartburgbrücke einen neuen Verlauf. Statt parallel zum Kanal wird er entlang der Wartburgstraße führen und später in die neue Emscher umgeleitet.

Neubau Abwasserkanal Emscher bis 2014:

Im unterirdischen Vortrieb wird ein neuer Abwasserkanal nördlich Emscher gebaut. Er ist notwendig für die Renaturierung der oberirdischen Emscher. Im Bereich des Wasserkreuzes ist er in ca. 20 Meter Tiefe geplant.

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