Aus für L654n: Was geschieht mit Grundstücken?

Politik uneins über Folgen

Die L654n wird nicht gebaut, das Projekt ist endgültig begraben. Doch was geschieht mit den Grundstücken, die für die Straße gedacht waren? Laut den Grünen in Castrop-Rauxel stellt die CDU die als Verlust dar. Die Grünen verstehen diese Sicht der Dinge nicht und verweisen auf die positiven Effekte der Rückübertragung.

CASTROP-RAUXEL

07.03.2016, 12:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Aus für L654n: Was geschieht mit Grundstücken?

Soda Brücke

Die Grünen in Castrop-Rauxeler schütteln den Kopf über die Stellungnahme der CDU Frohlinde zur Rückübertragung der Grundstücke für die geplante Trassenführung der L654n (Neuer Hellweg).

Was macht den Stadtteil attraktiv?

Bert Wagener‚ Grüner Fraktionschef aus Frohlinde, sagt: „Die Frohlinder sind wegen des hohen Verkehrsaufkommens auf der L663 (Dortmunder Straße) bereits stark belastet und in ihrer Lebensqualität und Gesundheit massiv beeinträchtigt. Was den Stadtteil attraktiv macht, sind die noch vorhandenen Grünflächen um den Stadtteil herum.“

Es nun aus Sicht der südlichen Stadtteile als „Verlust“ darzustellen, dass der verbliebene Naherholungsraum nicht durchschnitten und Verkehrsbelastungen erhöht werden, grenze schon an Ironie. Faktisch hätte die Straße nach Einschätzung der Grünen eine Mehrbelastung im Süden bedeutet. Wagener nennt folgende Zahlen: „Alleine für Merklinde, und damit als Transitverkehr auch für Frohlinde, steigt das Aufkommen von prognostizierten 2325 Fahrzeugen ohne Neubau im Jahr 2025 auf 5687 Fahrzeuge am Tag mit Neubau.“

Positiv für die Tierwelt

Statt hoher Zusatzbelastungen für die Bürger im Süden der Stadt seien durch den Verzicht auf die Trassenführung Lebensräume für mindestens zwei Tierarten entstanden. Diese stünden auf der Roten Liste der Arten. Zudem sei der Frischluftaustausch über das Castroper Hügelland nicht unterbunden und ein attraktives Naherholungsgebiet im Bestand gesichert worden.

„Man mag die Entwicklungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten können“, sagt Wagener, „aber für den Süden von Castrop-Rauxel ist dies auf jeden Fall eine positive Wendung.“

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