Aus für Mai-Party auf Hof Sanders schlägt Wellen

Kritik an der Absage

Das Aus der „Tanz in den Mai“-Party auf dem Hof Sanders in Castrop-Rauxel sorgt in der Politik für Irritationen. Die für den 30. April geplante Feier war untersagt worden – offiziell, weil Parkmöglichkeiten fehlen. Doch an dieser Begründung gibt es Zweifel. Die CDU will das Thema nun auf die politische Tagesordnung setzen.

CASTROP-RAUXEL

, 19.04.2017, 17:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Hof Sanders in Henrichenburg: Der Tanz in den Mai kann hier 2017 nicht stattfinden. Die Stadt erteilte keine Genehmigung.

Der Hof Sanders in Henrichenburg: Der Tanz in den Mai kann hier 2017 nicht stattfinden. Die Stadt erteilte keine Genehmigung.

Ratsherr Oliver Lind (CDU) hat bei der Stadt um Akteneinsicht zum Vorgang über die untersagte „Tanz in den Mai“-Party auf dem Hof Sanders gebeten. Außerdem beantragte er in einem Schreiben an den Beigeordneten Michael Eckhardt und den Technischen Beigeordneten Heiko Dobrindt, den Themenkomplex „Sondernutzung Hofläden“ auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des zuständigen Betriebsausschusses 3 (Bauen, Verkehr und Sport) aufzunehmen, in dem er den Vorsitz innehat.

Untersagung "nicht nachvollziehbar"

Kritik kommt auch von anderer Seite der CDU. „Die CDU hält die ordnungsbehördliche Untersagung der Traditionsveranstaltung für nicht nachvollziehbar“ heißt es in einer Stellungnahme. Dass die Stadt das Verbot mit fehlenden Ölabscheidern auf der als Parkplatz angebotenen Rasenfläche begründet, hält das Henrichenburger CDU-Ratsmitglied Josef Berkel für vorgeschoben.

Er vermutet einen Zusammenhang mit den geplatzten Plänen des „Park & Ride“-Parkplatzes auf einem Grundstück von Landwirt Lutz Sanders. „Die Genehmigung von Parkraum auf abgemähten Wiesen war in der Vergangenheit nirgendwo ein Problem“, sagt Michael Breilmann dazu. „Auf den freien Bereichen am Evangelischen Krankenhaus sind bei entsprechenden Veranstaltungen häufig zeitlich begrenzt Sonderparkplätze bewilligt worden.“

Nie wieder Verantaltungen auf dem Hof Sanders?

Doch die Stadtverwaltung habe dies nie als K.-o-Kriterium gegenüber Lutz Sanders angeführt, so die Stadt auf Anfrage. „Herr Sanders hat der Stadt vor Monaten erklärt, er beabsichtige nicht mehr, Veranstaltungen auf seinem Hof durchzuführen“, so Stadsprecherin Maresa Hilleringmann weiter. Die „Tanz in den Mai“-Party sei eher am fehlenden Gesamtkonzept gescheitert. „Was seit Jahren fehlt, sind ein schlüssiges Gesamtkonzept und eine Baugenehmigung“, so Hilleringmann. Diese benötige er, da seine Halle und sein Betrieb für landwirtschaftliche Zwecke und nicht als Veranstaltungsort genehmigt seien. Die Stadtverwaltung habe Sanders mehrfach auf die fehlenden Unterlagen hingewiesen.

Die Durchführung des Spargelfests am 30. April und 1. Mai auf dem Hof werde derzeit geprüft.

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