Rinder in Recklinghausen-Suderwich werden immer noch gesucht

Entlaufene Kühe

Wie gut können sich Rinder im Ruhrgebiet vor der Polizei verstecken? Zwei Tiere sind seit Donnerstag von ihrer Weide verschwunden. Und die Suche geht immer noch weiter.

Castrop-Rauxel/Recklinghausen

, 25.06.2020, 10:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ab und an entwischen Tiere von ihren Weideflächen und müssen gesucht werden, um ein Risiko, vor allem für Verkehrsteilnehmer, auszuschließen.

Ab und an entwischen Tiere von ihren Weideflächen und müssen gesucht werden, um ein Risiko, vor allem für Verkehrsteilnehmer, auszuschließen. © picture alliance/dpa

Update Sonntag, 28.6., 11.15 Uhr:

Die beiden ausgebüxten Rinder sind immer noch verschwunden. Wie ein Anruf bei der Polizei in Recklinghausen ergeben hat, gibt es keinen neuen Stand zur Suche nach den Tieren. Damit sind zwei der drei ursprünglich entlaufenen Tiere seit mehr als 75 Stunden verschwunden.

Update Freitag, 26.6, 11.32 Uhr:

Am vergangenen Abend hat es noch einmal zwei Einsätze rund um die entlaufenen Rinder gegeben. Zwei der entlaufenen Rinder konnten bei einem Einsatz mit Hubschrauber nicht gefunden werden und waren wahrscheinlich in ein Maisfeld gelaufen.

Um 21.30 war eine Sichtung eingegangen, aber das Rind konnte nicht eingefangen werden. Einige Stunden später um 00.16 war eines der Tiere auf der Esseler Straße gesehen worden, aber als die Beamten vor Ort waren, war der flüchtige Vierbeiner verschwunden.

Laut Polizei Recklinghausen ist es „nicht ganz so einfach", Kühe einzufangen, da sie sich viel bewegen und schnell auf Felder, in Büsche oder Wälder fliehen. Die Polizei bittet weiterhin um die Mithilfe der Bevölkerung. Wer eines der entlaufenen Tiere sieht, soll sich bei der Polizei melden.

Unsere Version vom 25.6, 10:46 Uhr:

Über Recklinghausen-Suderwich ist am frühen Donnerstagmorgen ein Polizeihubschrauber gekreist. Der Einsatz war nötig, weil einem Landwirt drei Rinder entlaufen waren. Die Tiere waren wohl durch eine zerstörte Stelle im Zaun gelaufen. Einen konkreten Anlass für die Flucht der Rinder gab es offenbar nicht.

Da in solchen Fällen nicht auszuschließen ist, dass die Tiere auf Straßen laufen und vor allem bei Dunkelheit Verkehrsteilnehmer gefährden könnten, wurde intensiv nach den Rindern gesucht. Ab etwa 4.15 Uhr half dabei auch ein Hubschrauber, der mit Licht und Wärmebildkamera de Gegend abgesucht hat.

Eines der Tiere konnte noch in der Nacht, gegen 4.35 Uhr, im Bereich Annastraße/Brinkstraße gefunden und von einem Fachmann betäubt werden. Die beiden anderen Tiere sind vermutlich in angrenzende Maisfelder geflüchtet. Sie konnten - trotz Hubschrauber - bis jetzt nicht entdeckt werden. Nach ihnen soll heute weitergesucht werden.

Wer die Tiere sieht, soll sich bei der Polizei melden

Da die Tiere für Verkehrsteilnehmer ein großes Risiko darstellen, sollen sich Personen, die die ausgebüxten Kühe entdecken, bei der Polizei melden. Die geflüchteten Kühe sind keine Seltenheit, hin und wieder entwischen Bauernhoftiere von Weiden.

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