Massig Autos auf B235-Seitenstreifen: Wann kommt endlich der Pendlerparkplatz in Henrichenburg?

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Der Seitenstreifen der B235 unweit der A2 in Henrichenburg ist zugeparkt, Anlieger der Seitenstraßen stöhnen über die Belastung. Doch die Stadt ist in Sachen Pendlerparkplatz ein gebranntes Kind.

Henrichenburg

, 29.02.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Seit zig Jahren warten wir hier in Henrichenburg auf den Pendlerparkplatz“, sagte Ratsmitglied Josef Berkel (CDU) in der Bauausschusssitzung. Seit zwei

Jahren höre man nichts mehr von dem Plan. „Wird das dieses Jahrhundert noch etwas?“, fragte Berkel Richtung Stadtverwaltung.

„Das ist ein zäher Prozess“, antwortete EUV-Stadtbetriebschef Michael Werner. Es habe einen Grundstückswechsel gegeben und die Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) der Stufe 1 und 2.

Und man sei im Abstimmungsprozess mit zwei Landesbetrieben: mit Straßen NRW in Bochum und Experten mit Sitz in Hamm, die für Autobahnen zuständig seien.

Schließlich gehe es hier um den aufwendigen Prozess, Auf- und Abfahrten an der B235 zu und von der A2 anzupassen.

Grundlagenarbeit ist erledigt

Für den Henrichenburger CDU-Ratsherrn nach eigenem Bekunden eine ärgerliche Auskunft. Zumal Berkel maßgeblich an vielen Hintergrundgesprächen und Vermittlungen zur Verwirklichung des langgehegten Wunsches in Henrichenburg beteiligt war. „Eine Zeitangabe mache ich bei diesem Thema auch nicht“, erklärte EUV-Stadtbetriebschef Michael Werner jetzt auf Anfrage unserer Redaktion.

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Die Mittel jedenfalls stünden beim Landesbetrieb bereit, die Grundlagenarbeit in Sachen UVP (Umweltverträglichkeitsprüfung) sei erledigt, jetzt folgten Entwurf, Ausführung und Ausschreibung. Und auch da gelte es, die Zeiten abzustimmen.

Es gab mehrfach unerwartete Hindernisse

Offenbar ist die Stadt beim Pendlerparkplatz ein gebranntes Kind. Weil in der Vergangenheit mehrfach die Pläne durchkreuzt worden sind und sich unerwartete Hindernisse auftaten.

Erst waren es Leitungen im eigentlich vorgesehenen Gelände unweit der A2 an der B235, dann gab es Probleme mit dem Grundstückseigentümer; dann positive Gespräche mit einem weiteren Landwirt und dem Landesbetrieb Straßen NRW und Ende 2017 dann die Vertragsunterzeichnung.

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In deren Zug hatte der damalige Technische Beigeordnete Heiko Dobrindt davon gesprochen, dass mit der Fertigstellung des für rund 150 Parkplätze gedachten Areals im Jahr 2019 oder 2020 zu rechnen sei. Das war wohl doch etwas zu sportlich.

Geblieben ist es dabei, dass der Landesbetrieb das Geld gibt, der EUV für die Planung zuständig ist und die Fläche des neuen Parkplatzes in den Besitz des Bundes übergeht.

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