B474n würde zu mehr Belastung im Süden führen

ICKERN Die Schonfrist ist um, am Mittwoch, 1. Oktober, dürfte in Ickern wieder die Motorsäge kreisen, um Platz für die neue Stromtrasse für das E.ON-Kraftwerk in Oberwiese zu schaffen.

von Von Julia Grunschel

, 26.09.2008, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Michael Finke (v.l.) von der Grünen Liste Waltrop, Walter Stach, ehemaliger Stadtdirektor, Dr. Thomas Krämerkämper vom BUND und Manfred Postel, FWI-Fraktionsvorsitzender, diskutierten in der Agora mit Interessierten über die Rieselfelder und die B 474n.

Michael Finke (v.l.) von der Grünen Liste Waltrop, Walter Stach, ehemaliger Stadtdirektor, Dr. Thomas Krämerkämper vom BUND und Manfred Postel, FWI-Fraktionsvorsitzender, diskutierten in der Agora mit Interessierten über die Rieselfelder und die B 474n.

Zudem habe er erst Donnerstagmittag vom Straßenbetrieb NRW in Bochum erfahren, dass mit dem Bau der B 474n eine deutliche Verkehrsbelastung im Süden Castrop-Rauxels einhergehen würde. „Viele Bochumer, die die B 474n ansteuern, müssen vorher durch den Süden der Stadt“, warnt Krämerkämper. Um den engen Zusammenhang zwischen der Fortführung der A45 und der Vermarktung der Rieselfelder in Waltrop und Datteln zu veranschaulichen, legte Walter Stach, ehemaliger Stadtdirektor, am Donnerstag sein im August entstandenes Positionspapier vor und sprach Klartext über den Newpark. „Da entsteht ein klassisches Industriegebiet, keine Hochtechnolgie, kein Gewerbepark. In den Rieselfeldern werden sich Unternehmen ansiedeln, die erheblich belästigend sind. Alles was Dreck macht, was stinkt“, unterstreicht Walter Stach. „Sprich Recyclingunternehmen oder Hüttenwerke“, nennt Manfred Postel, FWI-Fraktionsvorsitzender, Beispiele.

Dass der Newpark stark vom regionalen Konsens der umliegenden Städte abhängig ist, stellte Michael Finke für die Grüne Liste Waltrop noch einmal heraus. „Bochum ist schon einmal dagegen und auch Unna schreit auf“, weiß der Wirtschaftsförderer. Eine mögliche kleinteilige Vermarktung der Rieselfelder würde überall wirtschaftlichen Schaden anrichten. Stoppen könne man dem Newpark und damit auch die B 474n vielleicht mit dem Kampf um die europarechtlich unter Naturschutz stehende Lippe. „Alles Abwässer des Newparks würden in die Lippe geleitet, das ist unsere Angriffsfläche. Da kommen eine Menge Liter zusammen“, zeigt Dr. Krämerkämper eine Perspektive auf.

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