Baby geschüttelt: Bewährungsstrafe für den Vater

Mann aus Schwerin

Sein quengelnder fünfmonatiger Sohn brachte einen jungen Vater aus Schwerin im August 2013 dermaßen in Rage, dass er den Jungen aus dem Kinderwagen riss und heftig durchschüttelte. Schwer verletzt überlebte der Säugling. Der Vater des Kindes wurde nun am Dienstag verurteilt.

Schwerin

16.06.2015, 13:49 Uhr / Lesedauer: 1 min

Durch das Schütteln erlitt der Säugling Hirnblutungen - und überlebte nur mit viel Glück. 20 Monate Haft auf Bewährung hielten die Richter am Dortmunder Amtsgericht für angemessen und ausreichend. Und diese Strafe hatte der 28-Jährige vor allem seinem umfassenden Geständnis zu verdanken.

"Er war in dieser Situation völlig überfordert", hatte Verteidiger Jens Tuschhoff für seinen Mandanten erklärt. Und der hatte ergänzt: "Mir war sofort klar, dass ich großen Mist gebaut hatte. Deshalb habe ich ja auch sofort den Rettungswagen gerufen."

"Befunde waren schrecklich"

Die schnelle Hilfe rettete dem Jungen höchstwahrscheinlich das Leben. Von der Dattelner Kinderklinik wurde das Baby mit dem Hubschrauber sofort weiter nach Essen geflogen, wo eine Notoperation durchgeführt werden musste.

„Die ersten Befunde waren absolut schrecklich“, sagte ein Rechtsmediziner vor Gericht. Umso überraschter sei er heute, dass sich das Kind offenbar ziemlich gut erholt habe.

Jetzt lesen

Hilfe finden
Ein Kind ist oft auch eine Herausforderung. Wenn Sie das Gefühl haben, überfordert zu sein, suchen Sie sich bitte Hilfe, bei Freunden, Verwandten oder professionellen Beratungsstellen, wie sie unter anderem die Caritas anbietet.

 

Lesen Sie jetzt