Bahnhof Süd geht wieder mal leer aus

CASTROP 8,3 Millionen für die Stadt aus dem Konjunkturprogramm, 28 Millionen Euro für 358 NRW-Bahnhöfe - aber der Bahnhof Süd bleibt eine Barriere für Behinderte.

04.05.2009, 07:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Bahnhof Süd in Castrop-Rauxel.

Der Bahnhof Süd in Castrop-Rauxel.

Das ärgert den Arbeitskreis bürgerfreundliche Altstadt. Lediglich eine neue Informtationstafel über die Ankunft der Züge soll für Castrop herausspringen.

"Es ist bereits das dritte. Bahnhofssanierungsprogramm in den letzten zwei Jahren! Wieso gehen die Maßnahmen immer am Bahnhof Süd vorbei? Was machen eigentlich Verwaltungsspitze und Politik, die sich ja der besten Beziehungen zu Land, Bund und Bahn rühmen?", fragt Meinolf Finke vom Arbeitskreis. Und beklagt, dass damit weiterhin viele Ältere, Behinderte (Rollstuhl- und Rollatornutzer) und Eltern mit Kinderwagen wie bisher von der Nutzung der Linie ausgeschlossen seien.

In der letzten Woche hat der Arbeitskreis das Service Team Altstadt aufgefordert, Reisenden beim Überwinden der Treppenstufen und beim Ein- und Aussteigen aus den Zügen zu helfen. Denn die Rampen an den Zügender NordWest-Bahn können nur nach vorheriger Anmeldung (24 Stunden) durch den Lokführer bedient werden, und die zunächst auf der Strecke eingesetzten Zugbegleiter gebe inzwischen längst nicht mehr.

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