Bakterien im Trinkwasser in Castrop-Rauxel

Harmloser Erreger

Bakterien im Trinkwasser: Bei einer routinemäßigen Kontrolle hat die Gelsenwasser AG verunreinigtes Trinkwasser festgestellt. Die rund 30 betroffenen Wohnungen sind von der Leitung abgekoppelt. Am Donnerstagabend stand dann fest, um welche Bakterien es sich handelt.

BLADENHORST/RAUXEL

30.10.2014, 11:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bakterien im Trinkwasser in Castrop-Rauxel

Ersatzleitung: Von der Kreuzung Heidestraße/Gartenweg aus fließt das Wasser nun durch eine oberirdische Leitung zu den einzelnen Häusern.

Um die Haushalte und den Friedhof entsprechend weiter mit Trinkwasser zu versorgen hat das Unternehmen bereits am Montag eine oberirdische Ersatzversorgungsleitung gelegt.

Sofort nach Bekanntwerden des Befundes am Dienstag, 21. Oktober, hatte Gelsenwasser mit der Ursachensuche begonnen. Erste Maßnahme: mehrfach neues Frischwasser durch die betroffene Leitung jagen.  Das Ergebnis der erneuten Probe im Anschluss: Es waren zwar weniger Bakterien im Wasser als vorher, allerdings war das Trinkwasser immer noch nicht unbedenklich. Deshalb gab es am Montag, 27. Oktober, dann die Entscheidung: Die Leitung soll vom Netz. Die rund 30 betroffenen Haushalte sollen über eine Ersatzleitung versorgt werden.

Die verunreinigten Proben wurden unterdessen von der Westfälischen Wasser- und Umweltanalytik (WWU) in Gelsenkirchen ausgewertet. Am Donnerstagabend lag das Ergebnis vor. „Es handelt sich um das Bakterium Pseudomonas aeruginosa“, erklärte Anna Müsken, Mikrobiologin am WWU. Dabei handelt es sich um einen so genannten Pfützenkeim, der in der Umwelt oft vorkommt.“ 

Entdeckt wurde die bakterielle Belastung bei routinemäßigen durchgeführten Proben. Diese finden regelmäßig, mindestens einmal im Monat, an verschiedenen Stellen in der Stadt statt. Wie es zu der Verunreinigung kam, wird derzeit ebenfalls untersucht. Das Vorgehen von Gelsenwasser wird eng mit dem Kreisgesundheitsamt abgestimmt. „Wir sind über die Verunreinigung von Gelsenwasser informiert worden“, erklärte Kreissprecher Jochem Manz. „Da aus unserer Sicht allerdings keine Gesundheitsgefahr vorlag, haben wir den Menschen auch nicht zu einem Arztbesuch geraten.“ Erst im Sommer war die Leitung an der Schulstraße erneuert worden. Allerdings seien die ersten Proben nach den Arbeiten an dieser Stelle einwandfrei gewesen.  

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