Bau des Altstadt-Palais verzögert sich weiter: Tiefgarage bereitet Probleme

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Eigentlich sollte das Seniorenzentrum Altstadt-Palais am Rochus-Hospital in Castrop-Rauxel schon seit 2018 gebaut werden. Doch der Investor sieht sich größeren Problemen gegenüber.

Castrop

, 05.01.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit über einem Jahr tut sich nichts unweit des Rochus-Hospitals - zumindest nicht in Sachen Bau am gegenüberliegenden Gebäude. Eigentlich sollte an der Wittener Straße längst ein Altenheim mit fast 80 Plätzen im Bau sein.

Der Investor des Altstadt-Palais, so wird das Projekt genannt, wird weiter auf den Baubeginn warten müssen. „Es wird bestimmt noch ein halbes Jahr dauern“, sagt Walter Vorschulte jetzt auf Anfrage der Redaktion.

Probleme mit der Tiefgarage

Der Grund der Verzögerung ist schon länger bekannt: Da das nahe Krankenhaus keinen Keller hat und das Altstadt-Palais eine Tiefgarage bekommen soll, ist eine besondere statische Untersuchung des Untergrundes nötig. Und die dauert. Der Statiker sei dran, so Vorschulte.

Die lange Verzögerung sei „sehr ärgerlich“, sagt Walter Vorschulte. Er halte aber weiter an seinen Plänen fest. Ein größeres finanzielles Problem bereiteten die Verzögerungen nicht. Der Baugrund müsse wahrscheinlich etwas versteift werden, vermutet der Investor. Dann könnte das Seniorenheim samt Tiefgarage gebaut werden.

Abriss von Gebäudekomplex geplant

Fünf bis sechs Stockwerke hoch soll das Altstadt-Palais werden und 78 Plätze bieten. Für den Neubau soll der Gebäudekomplex mit den Hausnummern 49, 51 und 51a an der Wittener Straße abgerissen werden. Doch auch das ist noch nicht geschehen.

Die Pflegeplätze, die hier entstehen sollen, hat der Kreis Recklinghausen in seiner Bedarfsplanung weiterhin eingerechnet. Mitte Dezember hatte der Kreis darüber hinaus noch den Bau von weiteren Pflegeplätzen in Castrop-Rauxel ausgeschrieben. Die Statistiker des Kreises sehen bis 2022 einen Bedarf von weiteren Pflegeplätzen, wenn das Altstadt-Palais und weitere geplante Einrichtungen im Kreis doch nicht gebaut werden würden. Dann würde es laut Prognose bis 2022 kreisweit 120 Pflegeplätze zu wenig geben.

Weitere Pflegeplätze entstehen bald wohl am EvK

Auch am EvK soll bekanntlich bald etwas passieren: Bauherr Bernd Kaffanke rechnet mit einem Baubeginn im Frühjahr. Sein ehrgeiziges Projekt heißt Gesundheitscampus. Es beinhaltet nicht nur den Bau einer Pflegeeinrichtung mit rund 80 Plätzen, sondern auch einen Kita-Neubau, eine Zentralküche, eine Zentralapotheke und einen Stützpunkt für ein Hausnotruf-System der Johanniter.

Im Dezember erst war das Geros-Projekt Philogeria In der Kemnade direkt jenseits der B235 am Rennbahngelände eröffnet worden. Auf dem Marktplatz in Habinghorst sind Seniorenwohnungen entstanden, die aber nicht als Pflegeplätze in die Berechnung eingehen.

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