Baugebiet an der Alten Eiche: Neuer Bebauungsplan ist jetzt offiziell

rnAm Emscherufer

Das Baugebiet rund um die Alte Eiche war der Aufreger des Jahres. Jetzt ist das Baugebiet offiziell aufgestellt worden. Spannend wird nun, was die Gegner weiter unternehmen werden.

Habinghorst

, 11.09.2020, 14:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Herbst 2018 hatte die Stadt Castrop-Rauxel den Bebauungsplan 245 „Wohnen an der Emscher“ auf den Weg gebracht. Bei dem Plangebiet zwischen Emscher im Norden und der Heerstraße im Süden, so hieß es damals, handelt es sich um die ehemalige Erweiterungsfläche des angrenzenden Friedhofs Habinghorst. In der Vergangenheit hatte sich gezeigt, dass die „Friedhofserweiterung nicht mehr benötigt wird und die Bodenbeschaffenheit nicht für einen Friedhof geeignet ist.“

So entschied man sich, hier ein Baugebiet auszuweisen, in dem eine aufgelockerte Wohnbebauung in Form von Doppel- und Einzelhäusern entwickelt werden sollte. Am 1. Dezember 2018 wurde die Planung öffentlich ausgelegt.

Was danach passierte, ist bekannt: An der Alten Eiche im Baugebiet entspann sich eine Diskussion, die in Castrop-Rauxel für Furore sorgte. Mittlerweile wurde die alte Planung, die die Fällung der Eiche vorsah, gekippt.

Der neue Plan für das Baugebiet an der Heerstraße spart das Gelände rund um die Alte Eiche komplett aus.

Der neue Plan für das Baugebiet an der Heerstraße spart das Gelände rund um die Alte Eiche komplett aus. © Quelle Dreigrund Grafik Sauerland

Ím neuesten Amtsblatt der Stadt vom 4. September ist das Baugebiet, nun unter dem Namen „Am Emscherufer“ firmierend, neu aufgestellt worden. Der Geltungsbereich des Bebauungsplans, der nun die Nummer 245H trägt, deckt sich fast vollständig mit dem Geltungsbereich des ursprünglichen Bebauungsplanes. Lediglich für die im alten Bebauungsplan im nördlichen Bereich als öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung „Parkanlage“ festgesetzte Fläche bestehe keine „Planerfordernis mehr“, so heißt es jetzt.

Eiche wird im neuen Plan erhalten

Im Vergleich zur bisherigen Planung soll der korrigierte Bebauungsplan „Am Emscherufer“ jetzt aber den Erhalt der so heiß diskutierten Alten Eiche „dauerhaft sichern“, so steht es im Aufstellungsbeschluss.

Die findet demnach „in einer ausreichend großen Grünfläche ihren Platz. Infolgedessen wurden der Verlauf der Erschließungsstraße und die Bauflächen in diesem Bereich dem neuen Konzept angepasst“, so liest man im Amtsblatt.

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Ansonsten hat sich an der generellen Planung des Gebietes wenig geändert. Wie schon 2018 angekündigt, sind auch jetzt noch etwa 70 Wohneinheiten im Plangebiet vorgesehen. „Die Siedlung“, so heißt es weiter, „soll durchgrünt werden und die Ansprüche an klimagerechtes Wohnen erfüllen.“

Die neuen Pläne waren vom 16. bis 26. Juni am Rathaus öffentlich ausgehängt, um Bürgern die Möglichkeit zu Einwendungen zu geben. Mit Datum vom 25. August, so heißt es im Amtsblatt, ist der Aufstellungsbeschluss nun offiziell öffentlich bekannt gemacht worden.

Spannend wird die Frage, ob sich einzelne Mitglieder des Vereins oder Aktionskreises Rettet die Alte Eiche weiter gegen das Baugebiet als Ganzes wenden. Die Gruppen hatten dem Kompromiss zugestimmt, doch der als Baumbesetzer bekannt gewordene HambiPotter hatte weiter Widerstand angekündigt.

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