Baugebiet Drabig-City in Ickern: Gespräche mit der Stadt stehen noch bevor

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Drabig-City kommt. Die Gespräche zwischen der Dornieden-Unternehmensgruppe und der Stadt Castrop-Rauxel laufen an für eines der größten Wohnbauprojekte in der Stadt überhaupt.

Ickern

, 05.09.2019, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich wollte die Dornieden-Gruppe, neuer Besitzer des künftigen Wohngebietes an der Recklinghauser Straße in Ickern, zum jetzigen Zeitpunkt schon genauer wissen, wohin der Zug mit Drabig-City geht. Jetzt wird es noch zwei, drei Wochen dauern.

„Die ersten Gespräche mit der Stadtverwaltung laufen erst ab der kommenden Woche,“ sagt Unternehmenssprecher Thomas Bolte auf Anfrage unserer Redaktion.

Das sei der Ferienzeit geschuldet, in der sowohl bei Dornieden als auch bei der Stadt Fachleute urlaubsbedingt gefehlt hätten.

Erster Planentwurf kann noch nicht gezeigt werden

Der erste Planentwurf jedenfalls für eines der größten Wohnbauprojekte in Castrop-Rauxel überhaupt könne erst nach abstimmenden Gesprächen mit der Stadt entwickelt und präsentiert werden.

In den Gesprächen gehe es vor allem darum, auszuloten, welche Vorstellungen die Verwaltung für das nach dem verstorbenen SPD-Politiker und RWE-Manager Franz-Josef Drabig benannte Riesen-Areal habe, sagt Bolte.

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„Wir wollen auf jeden Fall ein durchmischtes Wohnquartier“, erklärt er. Mit Einfamilienhäusern, Doppelhaushälften, Reihenhäusern. Aber auch Geschosswohnungsbau soll dazugehören.

Dorniedens Bestreben gehe ganz klar dahin, verschiedene Käuferschichten anzusprechen, aber eben auch bezahlbaren Wohnraum zu realisieren. „Wir können Luxus genauso wie preisgedämpft in Modulbauweise“, erklärt Bolte.

Schulen, Kitas und Spielplätze sind wichtig

Bei dem Projekt, bei dem fast ein ganzer Stadtteil neu gebaut wird, geht es aber auch um harte wie weiche Standortfaktoren. Um die Nähe zu Schulen und Kitas etwa, um Spielplätze.

Nur einen Steinwurf entfernt entsteht der neue Kindergarten der Caritas, aber die Plätze gelten angesichts des Kitaplatzmangels jetzt schon als belegt. „Wir wollen hören, welche Wünsche die Stadt hier hat“, sagt Bolte. Davon abhängig sei auch die Zahl der Wohneinheiten.

Geschosswohnungsbau an Recklinghauser Straße

Bislang ist kommuniziert worden, dass es sich um mindestens 150 Wohneinheiten handeln soll. In früheren Plänen von Innogy, die das Gelände an Dornieden verkauft hat, war die Rede von 126 Doppelhaushälften, 55 Reihenhäusern und 76 Wohnungen in Geschosswohnungsbau. Und es hieß, der Geschosswohnungsbau nah an der Recklinghauser Straße solle auch eine Art Lärmschutz für die dahinter liegende Bebauung darstellen.

Einen rechtskräftigen Bebauungsplan gibt es für das Gelände übrigens schon seit 2012. Auch dieser Umstand dürfte in den Gesprächen zwischen der Unternehmensgruppe aus Mönchengladbach und der städtischen Baufachverwaltung eine Rolle spielen.

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