Ein Dutzend Buchen muss in Castrop-Rauxel gefällt werden

Baumkrankheit

Der Bereich Stadtgrün und Friedhofswesen muss im Stadtgebiet rund ein Dutzend Bäume fallen, die bereits abgestorben oder schwer erkrankt sind. Grund dafür ist eine besondere Krankheit.

Castrop-Rauxel

, 14.08.2019 / Lesedauer: 2 min
Ein Dutzend Buchen muss in Castrop-Rauxel gefällt werden

Das ist eine der komplett abgestorbenen Buchen in Castrop-Rauxel. © Stadt Castrop-Rauxel

Im Stadtgebiet leiden zahlreiche Buchen an der sogenannten „Buchenkomplexkrankheit“. Nun muss der Bereich Stadtgrün und Friedhofswesen rund ein Dutzend Bäume fällen, die bereits abgestorben oder schwer erkrankt sind. Der Bereich Stadtgrün und Friedhofswesen wird in den Fäll-Bereichen neue Bäume nachpflanzen. Das teilte die Stadtverwaltung jetzt mit.

2000 wurde in den Hochlagen Deutschlands erstmals ein massiver Befall der Buchen durch den Laubnutzholzborkenkäfer beobachtet. Zunächst ging man davon aus, dass dieser Käfer einen noch unbekannten Pilz auf die Bäume überträgt, der die Fäulnis der Bäume verursacht. Mittlerweile, so teilt die Stadt mit, werden allerdings kompliziertere Vorgänge vermutet.

Pustelpilze können den Baum befallen

So steht am Anfang wohl eine Schädigung durch starke Temperaturschwankungen. Daraufhin kommt es zu einem Befall der Buchenwollschildlaus, die kleinflächige, spindelförmige Nekrosen verursacht. Unter der geschlossenen Rinde bleiben viele Nekrosen unbemerkt. Durch die Verletzung der Rinde können Pustelpilze, sogenannte Nectria-Arten, den Baum befallen.

Die Rinde bekommt dadurch raue, bräunlich-orange Flecken, ähnlich wie ein Hautausschlag. Sind diese Flecken sichtbar, ist die Rinde in den Bereichen bereits abgestorben. Das Absterben der Rinde führt zu Schleimfluss. Daraufhin blättert die Rinde ab. Dann erst dringt der Laubnutzholzborkenkäfer ein und bereitet den Weg für höher entwickelte Pilze, die das Holz rasch zerstören. Am Ende reicht ein Sturm und der geschwächte Baum verliert Starkäste oder bricht zusammen.

In Abstimmung mit dem Landesbetrieb Wald und Holz (Regionalforstamt Ruhrgebiet) wird aktuell ein Konzept erarbeitet zur Verwendung alternativer, klimafester Baumarten wie Hainbuche oder Esskastanie.

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