Bauprojekt auf dem Dehner-Gelände fordert Geduld

Erste Verträge abgeschlossen

Auch fast 10 Jahre nach der Insolvenz des Garten-Zentrums Dehner hat sich auf dem Gelände noch nichts getan – obwohl es schon konkrete Pläne gibt. Nun hat sich die Politik eingemischt und beim Besitzer nachgefragt. Im Ausschuss für Wirtschaftsentwicklung gab dieser Auskunft über konkrete Pläne und Probleme.

CASTROP-RAUXEL

, 21.09.2017 / Lesedauer: 2 min
Bauprojekt auf dem Dehner-Gelände fordert Geduld

Das ehemalige Dehner-Gelände: Für den neuen Eigentümer ein ideales Gelände, um einen Wochenmarkt abzuhalten.

Wie weit sind die Planungen für das Bauprojekt am ehemaligen Gartencenter Dehner? Und noch viel wichtiger: Wann werden sie endlich umgesetzt? Mit einem Antrag im Ausschuss für Wirtschaftsentwicklung wollte die FWI (Freie Wähler Initiative) Mirsad Freiberg, den neuen Besitzer der rund 20.000 Quadratmeter großen Fläche an der Siemensstraße, dazu bringen, Klartext zu sprechen. 

Freiberg kam zur Ausschusssitzung – und hatte gleich einen ganzen Ordner voller Bewerbungen, Vorverträge und Verträge im Gepäck. Die Botschaft: Es geht voran, aber so ein Projekt brauche eben seine Zeit. Wann genau die Bagger rollen, könne er aber noch nicht sagen.

Vorsichtige Investoren verzögern Projektbeginn an der Siemensstraße

„Seit Anfang des Jahres läuft die Kommunikation mit der Stadt so, wie wir es uns wünschen. Es gibt aber viel zu koordinieren. Außerdem sind Investoren hier vorsichtig“, erklärte Freiberg. Castrop-Rauxel sei nicht mit einer Stadt wie Dortmund vergleichbar: „Investoren sind hier vorsichtiger. Wir haben aber natürlich die Wirtschaftslage und Kaufkraft geprüft und rechnen damit, dass sich ein solches Projekt tragen wird.“

Insgesamt liege das Investitionsvolumen zwischen 35 und 45 Millionen Euro. Öffentliche Mittel habe man nicht beantragt. Mit mehreren Unternehmen seien bereits Verträge abgeschlossen worden, darunter unter anderem die Dekra.

Bebauungsplan schließt einige Investoren-Optionen aus

Der Plan, neben Gastro-Meile, Waschstraße, Paketshop, Fitnessstudio und weiteren Unternehmen auch eine Veranstaltungshalle zu errichten, ist laut Freiberg allerdings vom Tisch: „Wir hätten gerne eine Lasertag-Halle gehabt, aber das war planungsrechtlich nicht möglich.“ Auch Discounter und Supermärkte wird es an dem Standort nicht geben.

Ulrich Werkle (Bündnis / Die Grünen) wollte wissen, wie sich das Projekt auf die Verkehrsbelastung auswirken wird. Genaue Zahlen nannte Freiberg hierzu nicht. Nur so viel: Man halte sich an den Bebauungsplan. „Und der sieht auch vor, wie viel Verkehr und Lärm dort zugelassen ist. Ein Emissionsgutachten haben wir auch bereits erstellt.“ 

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