Behinderten-Werkstätten im Erin-Park expandieren

Bis zu 100 Arbeitsplätze

Eine gute Nachricht aus dem Erin-Park. Die Werkstätten für Behinderte Herne/Castrop-Rauxel (WfB) expandieren. Und wie. Es wird kräftig gebaut und investiert – für mehr als zwei Millionen Euro. Zwischen 80 und 100 weitere junge Menschen mit Behinderung sollen am Standort einen Arbeitsplatz finden.

CASTROP

, 17.05.2016, 06:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Behinderten-Werkstätten im Erin-Park expandieren

Werkstätten für Behinderte Herne/Castrop-Rauxel (WfB) expandieren: So sieht der Grundriss der Pläne aus.

Philipp Röhnert, Chef des städtischen Planungs- und Bauordnungsamts, skizzierte die Pläne in der Sitzung des Bauausschusses, geht es hier doch um ein Bauvorhaben von besonderer städtebaulicher Bedeutung. Es wird ein neues Lagergebäude gebaut und ein Verbindungstrakt zwischen dem bestehenden Bau und dem neuen Gebäude geschaffen. „Und es gibt noch Potenzial für ein zweites neues Grundstück“, erklärte Röhnert.

"Freuen uns, wenn im Erin-Park was passiert"

Auch der Kunst- und Gestaltungsbeirat unserer Stadt habe die Pläne sehr positiv aufgenommen. „Wir freuen uns doch immer, wenn im Erin-Park was passiert“, kommentierte der Bauausschussvorsitzende Oliver Lind (CDU).

Die Grundsteinlegung für den Neubau auf dem Nachbar-Grundstück soll am 1. August erfolgen. Die Inbetriebnahme ist für April 2017 geplant, wie WfB-Geschäftsführer Rochus Wellenbrock im Gespräch mit unserer Redaktion berichtete.

In Herne überbelegt

Einer der Gründe für die deutliche Erweiterung ist die Überbelegung in Herne, dem Stammsitz der Wohnstätten für Behinderte GmbH. Außerdem soll mit Lager und Logistik ein neues Geschäftsfeld entwickelt werden. Am Standort Erin-Park arbeiten aktuell bereits 80 Menschen mit Behinderung.

„Wir sind ja eine gemeinnützige Einrichtung und verfolgen einen Kurs, der auf Öffnung und Verortung in der Stadtgesellschaft setzt“, machte Wellenbrock deutlich. Mit der Eröffnung des Mittagstisches vor wenigen Wochen habe man total gute Erfahrungen gemacht.

„Das wird dauerhaft angenommen“, sagte Wellenbrock. Täglich kämen zwischen 20 und 40 Menschen, äßen in ungezwungener Atmosphäre und kämen mit den Behinderten in Kontakt.

Aber zurück zum Neubau. „Das ist auch architektonisch ein spannendes Vorhaben“, so Wellenbrock. Viel Holz und Glas gehöre dazu.  

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