Belegte Turnhallen: Das ist der Stand der Dinge

Flüchtlingsunterkünfte

Die Flüchtlingssituation in Castrop-Rauxel hat sich in den vergangenen Wochen etwas entspannt. Wir haben nachgefragt, was das für die Turnhallen der Schulen bedeutet, die aktuell als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden. Hier im Überblick, wann die Hallen in den einzelnen Stadtteilen wieder freigegeben werden könnten.

CASTROP-RAUXEL

19.04.2016, 05:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Belegte Turnhallen: Das ist der Stand der Dinge

Wird derzeit als Flüchtlingsunterkunft genutzt: Die Turnhalle in Deininghausen. Bald soll sie wieder freigegeben werden.

Die Turnhalle in Deininghausen wird voraussichtlich Mitte Mai wieder für den Schul- und Sportbetrieb freigegeben werden. Das sagte die Stadtverwaltung. Zudem könne auch das Gebäude vor der Turnhalle in Deininghausen ( ehemals Jugendzentrum D-Town ) leergezogen werden. Falls notwendig, werde das Gebäude als Flüchtlingsunterkunft reaktiviert.

„Die Menschen, die derzeit in der Turnhalle und im vorgelagerten Gebäude untergebracht sind, werden in andere städtische Einrichtungen mit entsprechenden räumlichen Kapazitäten umgesiedelt“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Schulumbau gestoppt

Aufgrund der aktuell etwas entlasteten Situation muss auch die städtische Unterkunft im Pavillon an der Grundschule Marienburger Straße in Ickern vorläufig nicht in Betrieb genommen werden. Die Stadt macht eine Inbetriebnahme von der Entwicklung der Situation abhängig. Wann der Umbau der ehemaligen Grundschule Marienburger Straße beginnt, ist ebenfalls vom weiteren Verlauf abhängig.

Die Turnhalle Merklinde kann nach derzeitigen Planungen nach den Sommerferien wieder freigegeben werden. Zunächst müssen dort noch schon lange geplante energetische Sanierungsarbeiten an der Decke und der Heizung erfolgen. Dafür soll das nun entstandene Zeitfenster genutzt werden.

Die Maßnahme steht auf der vom Rat beschlossenen Investitionsliste und wird über das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz finanziert. Die Gesamtkosten betragen 136.000 Euro (Eigenanteil 10 Prozent).

Habinghorst sorgt mit für Entlastung

Die Flüchtlingssituation in Castrop-Rauxel hat sich auch deshalb entspannt, weil die 1000 Plätze der Großnotunterkunft in Habinghorst mit 100 Prozent auf die Zuweisungsquote der Stadt angerechnet werden. Aktuell liegt die Erfüllungsquote der Stadt Castrop-Rauxel nach Auskunft der Bezirksregierung Arnsberg bei 161,1 Prozent.

„Zugleich muss ich allerdings betonen, dass wir natürlich wieder in die Situation kommen können, eine Turnhalle temporär als Flüchtlingsunterkunft nutzen zu müssen“, erklärt Bürgermeister Rajko Kravanja. „Das können wir leider weder abschätzen, noch ist es in irgendeiner Form vorhersehbar.“

Ständig prüft und plant die Stadtverwaltung verschiedene Optionen zur Unterbringung von Flüchtlingen – immer vor dem schwierigen Hintergrund, erst sehr kurzfristig zu erfahren, wie viele Flüchtlinge wann genau in Castrop-Rauxel eintreffen.

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