Bennertor und Rondell - wie soll es weitergehen?

Dringende Castrop-Rauxeler Projekte

Wie soll es weitergehen mit der Bennertorbrücke? Wann tut sich was beim Rondell Lönsstraße? Das Geld ist genehmigt - seit Anfang März, wie der ganze Castrop-Rauxeler Haushalt. Aber was passiert jetzt mit diesen beiden Projekten? Wir haben nachgefragt.

CASTROP-RAUXEL

, 10.04.2017, 18:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ist das Rondell an der Lönsstraße noch nötig? Da sind sich die Parteien uneins.

Ist das Rondell an der Lönsstraße noch nötig? Da sind sich die Parteien uneins.

Bennertorbrücke - Das sagt die Stadt

Laut Stadt-Pressesprecherin Maresa Hilleringmann sind für den Brückenbau an Planungskosten im Haushalt für das laufende Jahr 80.000 Euro veranschlagt, der Bau der Brücke ist 2018/2019 geplant und mit rund 840.000 Euro angesetzt. Hilleringmann: „Für die Brücke wurde ein Förderantrag gestellt. Voraussetzung für eine mögliche Förderung ist der Abschluss einer Kreuzungsvereinbarung mit der Bahn (Stichwort: spätere Elektrifizierung der Strecke, weshalb die Brücke eine bestimmte Höhe haben muss). Diese Vereinbarung steht noch aus. Von ihr hängt ab, ob die Stadt Fördermittel erhalten wird.“ Das gesamte Thema soll inklusive der Baugrundbewertung (die werde derzeit erarbeitet) noch vor den Sommerferien zur finalen Beratung in die politischen Gremien gehen.

Bennertorbrücke - Das sagt die Politik

Manfred Postel (FWI) und Michael Breilmann (CDU) betonen, dass ihre Fraktionen die Brücke in ein Gesamtkonzept zur Gestaltung von Bahnhof Süd und des Bahnübergangs Obere Münsterstraße eingebunden haben wollen. Postel: „Ich habe den Bürgermeister aufgefordert, die Gespräche mit der Bahn dazu schnell aufzunehmen. Durch ein kluges Gesamtkonzept kann die Bennertorbrücke eventuell entfallen, deshalb sollte dieses erst abgewartet werden.“

Aus Bernd Goerkes (SPD) Sicht besteht dagegen „kein Zusammenhang mit den im Haushalt eingestellten Geldern zur Planung einer Verbesserung am Haltepunkt Süd. Zumal das auch eine Maßnahme in Zusammenarbeit mit DB Station&Service sein wird; also mit einem ganz anderen Unternehmensteil als DB Netz bei dem Brückenbauwerk.“ Für Ingo Boxhammer (Die Linke) allerdings hängt der Brückenbau auch ganz wesentlich von der Abstimmung mit der Bahn ab, für ihn aber ist der Bau an sich keine Frage: „Die muss kommen, aber nicht als das Monstrum, das zuletzt im Raum stand.“

Rondell Lönsstraße - Das sagt die Stadt

In der Investitionsdringlichkeitsliste auf Platz drei platziert, sind für den Punkt „Altstadtkonzept – Rondell Lönsstraße“ 200.000 Euro eingestellt. Die Planung könne nach Genehmigung des Haushalts nun angegangen werden, die Vorüberlegungen müssten neuesten Gegebenheiten angepasst werden.

Rondell Lönsstraße - Das sagt die Politik

Nils Bettinger (FDP): „Wir warten beim Rondell noch auf die Entwicklung am Bunker“, ehe weitere Entscheidungen anstünden. „Das sollte auch dem Koalitionsstand entsprechen – die FDP hat hier keine Abweichungen zu vermelden. Für die FWI ist das Rondell an der Lönsstraße durch die Öffnung der Linksabbiegerspur von der Herner Straße auf die Lönsstraße, die bisher keinerlei Probleme mit sich gebracht habe, „völlig überflüssig geworden“, so Manfred Postel. Damit werde das mit dem Rondell verfolgte Ziel, einfach auf den Altstadtring zu kommen, fast vollständig erreicht.

Drastischer formuliert es Ingo Boxhammer (Linke): „Das Rondell ist so überflüssig wie ein Kropf, macht nur den Verkehr schneller statt ihn in der Stadt zu reduzieren. Sich davon eine Umsatzsteigerung in der Altstadt zu erwarten, ist eine komplette Illusion.“

Da unterscheidet sich der Standpunkt der CDU deutlich. Michael Breilmann: „Das Rondell an der Lönsstraße bleibt für uns weiter zur verkehrlichen Anbindung der Altstadt erforderlich. Die CDU hat sich hierfür immer eingesetzt. Die Umsetzung stärkt den Standort Altstadt für Kunden.“

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